Verpackungslösungen für alles, was kommt

Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU veröffentlichte 2017 eine Studie über das Abfallaufkommen an europäischen Stränden. Dazu wurden über den Zeitraum eines Jahres 700 Erhebungen durchgeführt, bei denen insgesamt 355.671 weggeworfene Gegenstände an 276 Küstenabschnitten gesammelt und kategorisiert wurden. Eines der Ergebnisse: Flaschendeckel und -verschlussringe aus Kunststoff rangieren auf Platz 5 der am häufigsten gefundenen Abfallobjekte.

Die Lösung: fest verbundene Verschlüsse?

Als Reaktion auf diese Studie kündigte die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag an, der insbesondere für Hersteller und Abfüller von Getränkeflaschen weitreichende Folgen hätte. Denn gemäß diesem dürften beispielsweise PET-Flaschen künftig nur noch dann zum Verkauf angeboten werden, wenn ihr Verschluss auch nach dem Öffnen fest mit dem Behälter verbunden bleibt. Was sich die Kommission davon verspricht: Lassen sich Deckel und Verschlussring nicht ablösen, gelangen sie zusammen mit der Flasche in die Wertstoffsammlung und landen seltener in der Umwelt.

Die Branche steht diesem Vorstoß teilweise kritisch gegenüber. So gibt beispielsweise die Vereinigung alkoholfreie Getränke-Industrie e.V. – kurz AFG – zu bedenken, dass diese Regelung gemessen an ihrem Nutzen eine unverhältnismäßig hohe Belastung für Umwelt und Wirtschaft nach sich ziehen würde. Ersteres, weil sich die feste Verbindung zwischen Flasche und Verschluss voraussichtlich nur durch zusätzlichen Materialeinsatz realisieren ließe. Letzteres, weil europaweit rund 1.350 Abfüllanlagen umgerüstet werden müssten. Je nach Szenario schätzt die AFG den Kostenaufwand auf 2,7 bis 8,7 Milliarden Euro.

Anforderung erfüllt

Wann und wie die EU-Pläne umgesetzt werden, lässt sich zum heutigen Standpunkt nicht mit Gewissheit sagen. Weil wir bei Krones gerne auf Nummer sicher gehen, haben wir uns für den Fall der Fälle schon mal eine technische Lösung überlegt. In einer Kooperation mit Aptar entwickelten unsere Verpackungsexperten FlipLid ein neuartiges Verschlusssystem, das Deckel und Flasche dauerhaft miteinander verbindet – und damit genau den Anforderungen der EU-Kommission entspricht.

Auf der K 2019 präsentiert sich FlipLid zusammen mit einer Reihe weiterer Verpackungslösungen aus der hauseigenen Design-Werkstatt von Krones. Denn was viele nicht wissen: Bei Krones arbeiten Maschinen- und Verpackungsentwickler Seite an Seite. Und das aus gutem Grund: Denn nur wenn sich Verpackungsdesign und die dazugehörige Produktionstechnik gegenseitig ergänzen, lassen sich die besten Lösungen realisieren – für Produzenten, Verbraucher und die Umwelt.

Mit ihren Kreationen haben die Krones Verpackungsdesigner schon so manchen Award abgeräumt. Den Großteil ihrer Arbeit erledigen sie aber nicht für die große Bühne, sondern für den täglichen Gebrauch. Wie? Indem sie bestehende Behälterdesigns hinsichtlich Gewicht, Haptik und Linieneffizienz optimieren. Denn sie verfügen über tiefgehendes Know-how zu ökologischen und ökonomischen Anforderungen wie Materialauswahl, Recycling-Fähigkeit oder Gewichtsoptimierung.

Ihr wollt mehr über FlipLid und Co. wissen? Dann schaut hier noch in unser Interview mit Stephanie Wunderlich: