Faktencheck Nr. 1: Kunststoffe – warum eigentlich?

Heute geht’s los mit unserem ersten Beitrag rund um die Vor- und Nachteile von Kunststoffen. Bevor es im nächsten Beitrag ans Eingemachte geht, fragen wir uns zuallererst: Warum benutzen wir Kunststoffe überhaupt?

Der für unsere Branche wichtigste Kunststoff ist nach wie vor PET. Laut Euromonitor wurden im vergangenen Jahr 573 Milliarden Verpackungseinheiten für Getränke daraus hergestellt. Der Grund: PET bieten eine ganze Reihe unschlagbarer Materialeigenschaften – insbesondere für Getränke- und Lebensmittelprodukte.

Leicht und trotzdem stark

Obwohl Kunststoff-Verpackungen nur wenige Gramm wiegen, sind sie extrem stabil und strapazierfähig. Getränkebehälter aus PET beispielsweise besitzen eine Wandstärke von nur ein paar Zehntel Millimetern. Dennoch halten sie den unterschiedlichsten Belastungen stand – sowohl bei der Produktion als auch während des Transports. Ob nun eine einzelne PET-Flasche beim Aufschrauben aus der Hand gleitet oder gleich eine ganze Palette vom Gabelstapler rutscht: Anders als bei Glasflaschen bleiben sowohl die Behälter selbst als auch ihr Inhalt unversehrt.

Beliebig formbar

Verpackungsmaterialien wie PET, PE und PP gehören zu den thermoplastischen Kunststoffen. Diese besitzen die praktische Eigenschaft, dass sie beim Erhitzen schmelzen und beim Abkühlen wieder aushärten. Dadurch lassen sie sich in nahezu jede erdenkliche Form bringen. Und zwar nicht nur einmal, sondern immer wieder. Getränke- und Lebensmittelproduzenten können also aus Kunststoffen die unterschiedlichsten Verpackungen kreieren – und sie nach Konsum und Recycling erneut in eine beliebige Form bringen.

Günstig und sicher

Verpackungskunststoffe wie PET lassen sich sehr effizient herstellen. Das wirkt sich nicht nur auf die Produktionskosten, sondern folglich auch auf den Verkaufspreis der Endprodukte positiv aus. Gleichzeitig schützen sie empfindliche Güter wie Getränke, Lebensmittel und Medikamente vor Sauerstoff, Keimen und anderen schädigenden Einflüssen. Das gilt allen voran für abgepacktes Wasser. Konsumenten in hochentwickelten Industriestaaten mag das als unnötiger Luxus erscheinen. Aber für die Menschen, die sich weder auf eine starke Infrastruktur noch auf eine regionale Versorgung mit Trinkwasser oder Lebensmitteln verlassen können, kann dies buchstäblich lebensentscheidend sein.

„Diese Vorteile sind ja schön und gut“, denken Sie sich jetzt vielleicht. „Aber was hilft das, wenn die Verpackungen am Ende in der Umwelt landen?“ Genau mit dieser Frage beschäftigen wir uns im nächsten Beitrag. Also: dranbleiben und weiterlesen – es lohnt sich!