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Kulinarisches Erlebnis der etwas „bierigen“ Art

Mein Vorhaben am vergangenen Freitagabend „mal was mit Bier zu kochen“ rief durchaus positive Reaktionen bei meinen Freunden hervor. Schließlich ist es mittlerweile keine Seltenheit mehr, dann und wann einen Schuss Bier zu einem Gericht dazuzugeben. Und zugegebenermaßen ist Biergulasch kein besonders waghalsiges Rezept, sondern eher eine bodenständige Mahlzeit, bei der man nicht viel falsch machen kann. Was bei meinen, eher schwach ausgeprägten, Kochkünsten sicherlich nur von Vorteil ist. Skeptisch beäugt wurde jedoch mein Vorschlag, vorab einen Biercocktail auszuprobieren. Entweder Bier oder Cocktail – aber bitte nicht in Kombination! Umso positiver waren alle vom Weißbier-Mojito überrascht. Zunächst musste das Rezept zwar etwas angepasst werden: „Da muss mehr Rum rein, dafür weniger Bier!“. Schlussendlich haben wir aber einen durchaus genießbarer Drink gemixt. Jeder war mit einem Cocktail versorgt – die Kocherei konnte beginnen.

Weißbier-Mojito

Zutaten (für eine Person):

evtl. Minze
1 Limette
4 – 5 TL brauner Zucker
8 cl weißer Rum
Eiswürfel
Weißbier

Zubereitung:

Wenn es die Jahreszeit zulässt, frische Minze in ein Glas geben, den Saft einer Limette auspressen und darüber träufeln. Anschließend braunen Zucker ins Glas streuen und den Rum dazu gießen. Alles gut verrühren und bevor die Eiswürfel hinzugefügt werden, das Ganze etwas ziehen lassen. Erst ganz zum Schluss das Glas mit Weißbier auffüllen (Achtung, nicht zu viel, da der Cocktail sonst nur nach Bier schmeckt!) und umrühren.

Biergulasch

Zutaten (für vier Personen):

3 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
750g Rindergulasch
60g Butterschmalz
Salz
Pfeffer
2 EL Paprikagewürz
1 TL gemahlener Kümmel
1 Lorbeerblatt
1 kleines Stückchen Schokolade
1 EL Tomatenmark
500ml Dunkelbier
100g saure Sahne
Petersilie
400g Bandnudeln

Zubereitung:

Für das Biergulasch die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in grobe Stücke würfeln. Das Fleisch klein schneiden, waschen und abtupfen. In einer Pfanne den Butterschmalz erhitzen und das Fleisch anbraten. Nach und nach die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben.

  

Das Ganze mit Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Kümmel würzen. Wer möchte, kann den Sud mit ein wenig Schokolade abschmecken. Das gibt dem Gulasch eine süßliche Note. Und genau wie Bier, schadet Schokolade schließlich nie. Anschließend ein Lorbeerblatt und Tomatenmark hinzufügen. Zum Schluss das Gulasch mit einem halben Liter Wasser und Bier ablöschen, alles aufkochen und 1 ½ Stunden vor sich hin köcheln lassen.

    

Kurz bevor das Gulasch fertig ist, die Nudeln kochen und das Gulasch mit saurer Sahne abschmecken. Wer mag, kann vor dem Servieren ein wenig Petersilie drüber streuen.

Am Ende hat nicht nur der Weißbier-Mojito, sondern auch das Biergulasch den Geschmackstest mehr als bestanden. Eine große Empfehlung zum Nachkochen und -mixen – probiert es aus! Als kleiner Tipp: Besser zuerst das Gulasch zubereiten und sich danach erst als Barkeeper versuchen. Es kocht sich deutlich leichter, aber vielleicht nicht ganz so lustig.😊

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