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Kleine Chargen in einer großen Brauerei

Uns ist gerade einmal wieder eine Ausgabe vom magazin 4/17 in die Hände gefallen. Und da haben wir so allerhand interessante Artikel gefunden: zum Beispiel eine Reportage über die Brauerei Mahou San Miguel in Spanien. Und weil wir direkt ins Schmökern gekommen sind, wollen wir diese Entdeckung niemandem vorenthalten. Hier ist allerdings nur Platz für eine kleine Zusammenfassung, mehr zum Thema gibt’s im Magazinartikel.

Eigentlich ist Mahou San Miguel andere Dimensionen gewohnt. Die Braustätte Alovera vor den Toren Madrids ist mit einer installierten Kapazität von sieben Millionen Hektolitern die größte Europas. Hier betreibt die Brauerei-Gruppe insgesamt 13 Abfüllanlagen für Einweg- und Mehrweg-Glasbehälter, Dosen, Kegs und Tankwagen. Und bei vielen dieser Linien vertraut Mahou San Miguel bereits auf die Maschinentechnik von Krones.

Zwei der drei Mehrwegglas-Linien sind beispielsweise ausgelegt auf eine Leistung von jeweils 100.000 Flaschen pro Stunde, eine der drei Dosenlinien auf 90.000 Dosen pro Stunde. Kleine Margen von wenigen Tausend Behältern mit häufigen Formatwechseln auf diesen Hochleistungsanlagen abzufüllen, wäre schwierig oder zumindest höchst unrentabel gewesen.

Aus diesem Grund installierte Mahou San Miguel nun eine neue Linie für den niedrigen Leistungsbereich, die Ende 2015 in Betrieb ging. Auf der Anlage sind Flaschenformate von 200 Millilitern bis 1 Liter eingerichtet. Javier Carballo Penvela erläutert: „Wir haben besonderen Wert auf eine Reihe technischer Feinheiten gelegt.“

Abfüllqualität der kleinen Chargen steigern

Fast alle Flaschen, welche die Linie seit dem Start abgefüllt hat, waren neue Formate – und die häufigen Umstellungen standen bei der hochleistungsverwöhnten Brauerei vorher nicht auf der Tagesordnung. Mit dieser Linie kann Mahou San Miguel nun die höchste Abfüllqualität auch bei kleinen Chargen garantieren, gleichzeitig Produktverluste reduzieren und seine Innovationskraft stärken. „Wir sind Brauer und wir haben Freude daran, neue Bier-Rezepturen zu entwickeln“, betont Javier Carballo Penvela. „Mit Krones verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Daher war es für uns bei diesem strategisch so wichtigen Projekt essenziell, auch bei niedrigen Leistungen mit Krones zusammenarbeiten zu können. Die Linie gibt uns genau das, was wir wollten und brauchen.“

Craft Beer: auf den Geschmack gekommen

Wie auch im Rest der Welt sind auch die spanischen Bierkonsumenten auf den Geschmack von Craft Beer gekommen. Speziell in den Metropolen Madrid und Barcelona sowie in den touristisch geprägten Städten wie Córdoba, Sevilla oder Granada erfreuen sich die „neuen“ Biere wachsender Beliebtheit. Mahou San Miguel hat dies bereits frühzeitig erkannt:

–  2013 legte die Brauerei eine eigene Craft-Beer-Serie unter der Marke „Casimiro Mahou“ mit vier verschiedenen Varianten auf.

–  Ende 2014 beteiligte sich der spanische Biermarktführer zu 30 Prozent an der äußerst erfolgreichen US-amerikanischen Craft Brewery Founders (siehe auch Krones magazin 2/2016). Ein Jahr später präsentierte Mahou San Miguel dem Kneipenpublikum in Madrid und Barcelona nicht weniger als 16 Variationen der Founders-Spezialitäten und bereicherte damit Spaniens Bierkultur.

–  Damit nicht genug, stärkte Mahou San Miguel sein Craft-Beer-Portfolio weiter durch:

* eine 30-prozentige Beteiligung an der nordspanischen Craft Brewery La Salve in Bilbao.

* die 40-prozentige Beteiligung an einer weiteren Perle unter den spanischen Craft Breweries: Nómada Brewing.

Die Brau-Nomaden von Nómada Brewing

Javier Aldea und Sami Claret hatten die Marke Nómada erst 2011 gegründet, und zwar mit einer ganz besonderen Unternehmensphilosophie: Sie brauen ohne eigener Braustätte, reisen vielmehr als Bier-Nomaden durch die Welt und produzieren ihre Produkte gemeinsam mit Craft-Brewer-Kollegen in deren Brauereien, beispielsweise in den USA, Deutschland, Dänemark oder Großbritannien. Die Biere von Nómada Brewing waren deshalb in Spanien selbst weniger stark verankert.

Jetzt bekommt die Idee quasi eine Heimat – und die Biernomaden werden etwas sesshafter. Denn die Nómada-Biere werden nun in dem Pilot-Sudwerk in der Betriebsstätte Alovera hergestellt und auf der neuen Krones Anlage abgefüllt. Mit dieser Partnerschaft soll sich die Marke stärker auf den spanischen Biermarkt fokussieren.

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