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Es war einmal…

… vor langer Zeit, als Bier entdeckt und beliebt wurde. Seither existieren viele Mythen und Sprichwörter um das flüssige Gold. Jeder kennt wohl die ein oder andere Legende, die sein Gegenüber wiederum noch nicht gehört hat. Doch was steckt dahinter? Oder ist alles nur heiße Luft? Ich habe mich schlau gemacht und fünf Biermythen genauer unter die Lupe genommen:

Bier macht dick

Jeder kennt ihn und viele haben ihn: den Bierbauch. Aber stammt er wirklich nur vom Bier? Nein! Gut, dass Bier nicht das kalorienärmste Getränk ist, hat uns bereits der Beitrag über das „Superfood Bier“ nähergebracht. Aber alleine davon wird man nicht dick. Bierkonsum regt den Appetit an, denn die Kalorien im Bier machen nicht satt, da sie fast nur im Alkohol vorkommen. Und dieser wird, zusätzlich zu den im Essen enthaltenen Kalorien, in Fett umgewandelt.

Kurzum: Wir bekommen durch das Bier Hunger und essen mehr. Somit ist der Gerstensaft (zum Glück) nur bedingt schuld am Bierbauch.

Bier macht müde

Etliche meiner Freunde greifen bei Schlafproblemen gerne einmal auf Bier zurück oder bauen es gleich in ihr abendliches Feierabendprogramm ein – oft zum Leid ihrer Partnerinnen. Ist das eine Ausrede oder hilft es wirklich?

Die müde machende Wirkung kommt vom Hopfen des Bieres, der viele ätherische Öle und Bitterstoffe enthält. Neben dem Alkohol soll das beruhigend für die Nerven sein und uns dadurch entspannen. Medizinisch bewiesen ist das aber noch nicht.

Ob dieses „Schlafmittel“ allerdings zur Gewohnheit werden sollte ist fraglich und sollte am Besten von jedem selbst entschieden werden.

Warmes Bier hilft bei Erkältung

Von diesem Hausmittel haben bestimmt schon viele von euch gehört. Es bekämpft zwar nicht die Ursachen der Krankheit, hilft aber uns zu entspannen und sich auszuruhen – was mit dem vorherigen Punkt in Verbindung steht. Zusätzlich wirkt es antibakteriell. Das Bier sollte allerdings nicht aufgekocht werden, um warm gemacht zu werden, da sich sonst der Alkohol verabschiedet und dieser ebenfalls die Bakterien bekämpft und sie abtötet. Da warmes Bier recht bitter schmeckt, kann Honig oder Zucker dazu gegeben werden. Dadurch gelangt der Alkohol auch schneller ins Blut.

Natürlich sollte man aber immer bedenken, dass es sich um Alkohol und kein medizinisch bestätigtes Heilmittel handelt. Zu viel sollte also nicht eingenommen werden, da der Alkohol dem Körper schließlich auch Wasser entzieht. Aber ausprobieren kann man es ja mal – wenn schon eine nervige Erkältung ausgeheilt werden muss.

Bier auf Wein, das lass sein…

…Wein auf Bier, das rat ich dir.

Das Sprichwort bezieht sich auf die Zeit des Mittelalters, denn das Bier war das Getränk des gemeinen Volkes. Wein war nur den Reichen vorbehalten. Wer schließlich von Bier auf Wein umsteigen konnte, ist auch in der Gesellschaft aufgestiegen.

Der Spruch bezieht sich also nicht auf die Reihenfolge des Trinkens, denn diese ist völlig egal und spielt beim Kater am nächsten Tag keine Rolle. „Im Magen kommt alles zusammen“ – wie es so schön heißt.

Bier sorgt für eine größere Oberweite

Dieser Mythos bleibt wohl auch einer, denn Bier ist nicht für mehr „Holz vor der Hüttn“ verantwortlich. Der Hopfen im Bier enthält zwar Phytoöstrogene, die ähnlich wie das weibliche Hormon wirken sollen, aber in viel zu geringen Mengen.

Da muss ich die Hoffnungen aller Frauen leider zerschlagen, denn diese Legende ist falsch. Wäre ja auch zu schön und einfach gewesen…

Ich hoffe, ich konnte einige alltägliche Bierweisheiten für euch aufdecken. Waren euch diese Mythen bisher auch ein Begriff oder kennt ihr Andere? Kommentiert gerne, denn ich freue mich auf neue Recherchen.

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