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Der Tod braut mit

Andreas Schröfl veröffentlicht den vierten Fall für den »Sanktus«

Mit dem München-Krimi »Brauerehre« (2015) startete Andreas Schröfl die erfolgreiche Reihe um den Serienhelden Alfred Sanktjohanser, genannt »der Sanktus«. Der ehemalige Bierbrauer und Ex-Polizist stolpert immer wieder ungeahnt in brisante Mordermittlungen, so auch in seinem vierten Fall »Hopfenkiller«. Der frischgebackene Craft-Beer-Shop-Besitzer soll als Experte den Mord an zwei wohlhabenden Bierbrauern aufklären. Seine Recherchen führen ihn ins Umfeld der Münchner Craft Breweries.

So beginnt die Presseinformation zum 4. Band meiner Sanktus-Reihe. Der Sanktus, Bierbrauer und Ex-Polizist, gerät nun seit vier Jahren immer wieder unfreiwillig in Kriminalfälle. Mit ihm ermitteln sein Freund Kommissar Bichlmaier und seine Brauereikollegen.

Doch wie kommt man als Braumeister und Krones Projektleiter zum Bücherschreiben? Die Antwort ist wie immer ganz einfach. Die Ehefrau ist schuld. Nachdem ich mich wieder einmal frustriert über die Qualität eines Regionalkrimis beschwert hatte, kommentierte meine Frau meinen Zorn nur mit den Worten „Schreib dir doch selber einen Krimi. Vielleicht gefällt dir der ja?“ Gesagt getan habe ich über Jahre hinweg meinen ersten Sanktus zu Papier gebracht. Nach schon zwei Versuchen hatte ich Glück, und der Gmeiner Verlag interessierte sich für meinen Krimi. Ein zweiter Teil wurde mir auch gleich nahegelegt. Die Krimis finden inzwischen großen Anklang und meine Lesungen kommen gut an und machen mir riesigen Spaß. Doch Kroxit? Natürlich nicht. Selbstverständlich bleibe ich der Krones AG treu, denn das Bücherschreiben ist lediglich Hobby und Entspannung nach stressigen Arbeitstagen im Projektgeschäft.

Im vierten Band „Hopfenkiller“ kommt der Sanktus auf den Geschmack des Craft Beers. Er und sein Freund Hanspeter, ebenfalls Bierbrauer, eröffnen in München die „Haidhauser Bierwerkel“, ein Craft-Beer-Shop mit eigener 5 hl Hausbrauerei. Dort brauen die beiden den „Haidhauser Stenz“, ein mit Tettnanger kaltgehopftes bayrisches traditionelles Lagerbier, also Helles, die „Münchner Weißheit“, ein mit Amarillo-Hopfen und Cara-Red-Malz verfeinertes Weißbier, das „Einstein Bitter“, ein extremes Pils mit 50 Bittereinheiten, und das „Bhupindia Pale Ale“, ein feines IPA mit zitrusartiger Aromahopfennote. Diese Sorte haben der Sanktus und der Hanspeter ihrem indischen Freund Bhupinder, dem Koch ihres Stammlokals, gewidmet. Ob das Sudwerk ein Steinecker MicroCube ist, lasse ich im Roman offen. Das überlasse ich Eurer Fantasie. Garreth Vane, eine amerikanische Craft-Beer-Ikone, eröffnet zu dieser Zeit in München seine erste Brauerei. Den konventionellen Bierherstellern sowie dem Reinheitsgebot sagt er den Kampf an. Bald darauf wird der Besitzer der größten Craft-Brewery Münchens tot in der Isar aufgefunden, sein Konkurrent erschlagen auf dem Brauereihof entdeckt und im Münchner Bier unerlaubte Zutaten nachgewiesen. Steckt Vane hinter den Taten? Kommissar Bichlmaier bittet den Sanktus um Unterstützung. Dieser Fall bringt den Sanktus an seine Grenzen. Auf jeden Fall eine spannende Sache.

Um dem allgemeine Trend gerecht zu werden habe auch ich in diesem Band ein Rezept am Schluss angefügt. Gerne zum Ausprobieren anbei.

Rezept von Sanktus’ „Münchner Weißheit“, 12,5 % Stw.

Zutaten für circa 5 Hektoliter (Sudgröße der „Haidhauser Bierwerkel“):

Mengen können nach Sudverfahren, Ausbeuten und Rohstoffqualitäten variieren

 

53 kg Weizenmalz hell

34 kg Gerstenmalz hell

8 kg Cara Red Spezialmalz

215 g Hallertauer Magnum 14 % Alpha-Säure

300 g Hopfen Amarillo (Pellets)

650 l Wasser (davon 300 l Hauptguss, circa 315 l Nachguss)

3-5 l obergärige Hefe

 

Malz schroten und mit Hauptguss-Wasser bei 50 °C vermengen

Maische auf 62 °C bei 1 °C/min. heizen und 30 Minuten Rast halten

Maische auf 68 °C bei 1 °C/min. heizen und 10 Minuten Rast halten

Maische auf 72 °C bei 1 °C/min. heizen und 30 Minuten Rast halten

Zum Abmaischen auf 78 °C bei 1 °C/mindestens heizen

 

Vorderwürze abläutern

Danach 315 l Nachguss kontinuierlich oder in 3 Güssen aufbringen

Bis 563 l Pfanne-Voll-Menge läutern

Aufheizen zum Kochen

Bei Kochbeginn Magnum der Würze zugeben

1 Stunde kochen bis circa 12,5 % Stammwürze erreicht sind

Gegebenenfalls Wasserkorrektur, Heißwürze circa 520 l

 

Nach der Whirlpoolrast auf 15 °C kühlen und Hefe geben

Hefe zuvor belüften

Amarillo-Hopfen gut zerkleinert in einem sterilen Stoffsack in den Gärbottich hängen.

4-5 Tage bei maximal 25 °C gären lassen.

 

Nach der Gärung Hefe abtrennen, Stoffsack entfernen und mit 50 l Speise gut mischen

Speise = heiß abgefüllte Würze des letzten Sudes

Abfüllen und 1 Woche bei 20 °C, anschließend zwei Wochen bei 0 – 5 °C lagern

 

Gutes Gelingen und Prost!

Euer Andreas Schröfl

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