Corona-Alltag bei Krones Teil 6: Update aus China

Hello again! Letztes Jahr haben wir euch hier auf dem Blog bereits einiges darüber erzählt, wie wir bei Krones mit der Pandemie umgehen. Jetzt kann ich euch ein Update von unserer chinesischen Niederlassung geben, denn vor Kurzem haben meine Kollegen Xiang-Jian Zhang und Yun Lu eine Geschichte aus deren Alltag im Krones Lifecycle Service erzählt: Eine aseptische Überholung stand beim Kunden Vitasoy in Hongkong an – und um die zu meistern, mussten einige Hürden überwunden werden. Aber ich will hier nicht zu viel verraten und präsentiere euch lieber die Originalgeschichte:

2020 war ein außergewöhnliches Jahr – eine globale Pandemie hat die Welt verändert. Nichtsdestotrotz war es aber unser Ziel, die Bedürfnisse unserer Kunden ohne Einschränkungen und mit unseren etablierten Qualitätsstandards zu erfüllen.

Im Oktober 2020 erhielten wir von der Regierung das Business-Visum für Hongkong. Krones Taicang vereinbarte daraufhin mit Vitasoy Hongkong, die Überholung der aseptischen Linie in Hongkong im Dezember 2020 durchzuführen. Fünf erfahrene Servicetechniker meldeten sich freiwillig, um für dieses Projekt nach Hongkong zu reisen. Unter ihnen waren: Dai Zong-Xuan (Abfülltechnik), Zhou Yong-Ping (Blastechnik), Hu De-Zhao (Prozesstechnik), Qin Jing-Ru (Wasserspezialist) und Zhuang Zhi-Guang (Linienelektriker).

 

Doch dann, nur eine Woche nach Beginn der Überholung, wurde bei einem Mitarbeiter von Vitasoy eine Infektion mit COVID-19 festgestellt. Vitasoy reagierte sofort und führte unter anderem Nukleinsäuretests für alle Kontaktpersonen durch. Währenddessen leitete Krones China alle Informationen weiter, sobald sie von Vitasoy kamen. Bei den internen Absprachen wurde jedem der Servicetechniker die Möglichkeit gegeben, den Einsatz abzubrechen, wenn er sich dabei unwohl fühlte, in Hongkong weiterzuarbeiten. Allerdings wollte keiner von ihnen zu diesem Zeitpunkt gehen und alle waren bereit, bis zum Projektabschluss weiterzumachen. Natürlich veranlasste Krones auch sofort Nukleinsäuretests für alle fünf Servicetechniker.

Nach drei Wochen harter Arbeit vor Ort wurde die gesamte Überholung erfolgreich abgeschlossen – und das pünktlich. Nun sind alle fünf Servicetechniker bereits auf das chinesische Festland zurückgekehrt und haben ihre Quarantäne in den Städten Shenzhen und Shanghai angetreten. Nach 14 Tagen Quarantäne können sie zum kommenden chinesischen Neujahrsfest am 12. Februar 2021 wieder in ihre jeweiligen Heimatstädte reisen.

Die Vitasoy-Zentrale bedankte sich bei Krones für die erfolgreiche Überholung vor Ort in dieser heiklen Zeit. So sagte Johnny Wang, Produktionsleiter des Werks: „Krones ist immer ein treuer Partner für uns. Das hat sich auch in dieser schwierigen COVID-19-Zeit nicht geändert.“ Ein besonderer Dank gilt dabei vor allem auch unseren Servicetechnikern: Denn für so lange Zeit von der Familie wegzubleiben und die Quarantäne in Kauf zu nehmen, ist nicht selbstverständlich. Und dafür sind nicht nur wir, sondern auch unser Kunde dankbar: „Ich spreche ihnen und ihren Familien hohe Anerkennung aus, auch für ihre Aufopferung, die Familienmitglieder für fast zwei Monate zu verlassen. Ohne ihren engagierten Beitrag hätten wir die Überholung nicht in dieser Weise zu Ende bringen können – der gute Projektverlauf ist in dieser speziellen Situation so etwas wie ein Wunder.“