Corona-Alltag bei Krones: Teil 4 – Krones unterstützt

Wenn ich mich an meine Supermarkt- und Drogeriebesuche im März erinnere, dann denke ich vor allem an teilweise leere Regale: Besonders Nudeln, Mehl und Hefe sowie Klopapier und Desinfektionsmittel waren in meinen Augen die Top-5 auf der deutschen Hamstereinkaufsliste.

Und während laut Expertenmeinung zumindest im Privaten regelmäßiges und gründliches Händewaschen als Infektionsschutz ausreicht, ist im medizinischen Bereich Desinfektionsmittel unabdingbar. Obwohl natürlich auch hier die Nachfrage momentan extrem hoch ist, ist für Nachschub gesorgt – jedoch mit einer Einschränkung: Viele Einrichtungen erhalten das Desinfektionsmittel in Großbehältern, die aber in der Praxis nur schwer zu handhaben sind… . Außerdem stehen viele medizinische, aber auch soziale Einrichtungen vor dem zusätzlichen Problem, dass nun an viel mehr Stellen als früher Desinfektionsmöglichkeiten aufgestellt werden müssen – doch es mangelt an den passenden Behältern.

Genau hier trat nun Krones auf den Plan: Denn Behälter können wir. Also unterstützt Krones Krankenhäuser, Behörden, Polizei und Feuerwehren mit unserer Expertise rund ums Herstellen und Abfüllen von wiederverwendbaren PET-Behältern. Bereits Mitte März lieferten wir an das Universitätsklinikum Regensburg 5.000 Halbliter-PET-Behälter, um in diese Desinfektionsmittel aus den großen Kanistern umzufüllen. Doch mal ehrlich: Das händische Umfüllen vom Kanister in die Kleinbehälter, die dann in Pumpspendern eingespannt werden können, ist nicht nur unglaublich zeitaufwändig, sondern vor allem auch personalintensiv. Aber Krones wäre nicht Krones, wenn wir nicht auch hier eine Lösung gefunden hätten: Eigentlich füllen unsere Maschinen ja Getränke und flüssige Lebensmittel ab – um aber die hauseigene Apotheke des Uniklinikums zu entlasten, bewiesen unsere Experten der Fülltechnik ihr Know-how in Sachen Abfülltechnik gepaart mit einer gehörigen Portion Spontaneität und konstruierten innerhalb nur weniger Tage den bislang kleinsten Füller der Unternehmensgeschichte – und noch dazu einen für Desinfektionsmittel. Dieser steht jetzt an der Uniklinik Regensburg und leistet dem Personal dort wertvolle Umfüllhilfe.

Weil der Bedarf an Behältern für solche antiseptischen Flüssigkeiten natürlich nicht nur am Universitätsklinikum Regensburg, sondern auch in vielen anderen Einrichtungen groß war, produzierte Krones am Standort Neutraubling weitere 500-Milliliter-PET-Flaschen. Bis Anfang Mai konnten bereits 400.000 Behälter mit Verschluss deutschlandweit Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehren zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt werden. Eine zweite Charge von 500.000 Flaschen ist derzeit in Produktion. Ähnliche Unterstützungsaktionen liefen in den vergangenen Wochen und Monaten auch außerhalb Deutschlands: Die österreichische Tochter Kosme beispielsweise überließ den niederösterreichischen Feuerwehren 9.000 Flaschen, die bei Streckblasmaschinen-Tests im Werk übrig geblieben waren, und unsere US-amerikanische Krones Inc. produzierte im April in ihrem Werk in Franklin, WI mehr als 10.000 PET-Behälter für das örtliche Kinderkrankenhaus.

Auch das Bayerische Wirtschaftsministerium selbst kam auf Krones zu und bat um Unterstützung – in diesem Fall nicht nur in Form von leeren Behältern und einem sogenannten Füllbock. Gefragt waren fertig abgefüllte und verpackte Desinfektionsmittel-Flaschen. Und weil weder Krones noch unsere Kunden Desinfektionsmittel selbst produzieren und abfüllen, hatte KIC Krones die perfekte Lösung parat: Als Verbrauchsgüter-Spezialist arbeitet die Konzerntochter im Bereich der Lohnfertigung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln schon lange mit einem Farben- und Lackhersteller zusammen. Diese Kooperation kam nun auch bei der aktuellen Anfrage zu tragen: Die im Auftrag von KIC Krones abgefüllten und verpackten Desinfektionsmittel verteilt das Bayerische Ministerium dann an Stellen im Freistaat weiter.

Zu sagen, dass die aktuelle Situation etwas Gutes hat, wäre jetzt vielleicht etwas beschönigend. Aber bei allen momentanen Herausforderungen ist es doch auf jeden Fall auch schön zu sehen, wie alle zusammenhelfen – und wie durch unkomplizierte Kooperationen, pragmatisch zusammengestellte Projektteams und gelebtes Miteinander schnell und unkompliziert da unterstützt werden kann, wo Hilfe dringend benötigt wird.