3 Min. Lesezeit Zu viel oder zu wenig? – Die optimale Lagerhaltungsstrategie

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Zu viel oder zu wenig? – Die optimale Lagerhaltungsstrategie Technologie | | 15.06.2015 3 Min. Lesezeit

Sie wollen Kosten und Zeit sparen? Vor allem in dringenden Fällen, zum Beispiel bei einer Störung oder einem Stillstand?

Um eine reibungslose Produktion zu ermöglichen, müssen Kunden schnell reagieren können. Doch nicht nur in Störfällen ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen notwendig. Auch bei anstehenden Wartungen ist es wichtig, unkompliziert und schnell arbeiten zu können. Müssen Teile ausgetauscht werden, gilt es flexibel zu agieren um dann möglichst zügig wieder produzieren zu können. Dabei ist es wichtig, das Lager regelmäßig auf optimale Teileverfügbarkeit zu überprüfen. Denn das Fehlen wichtiger Lagerteile ist für jeden Produzenten der Worst Case.

Um dem vorzubeugen, bietet Krones das Lagerhaltungspaket (Stock-Keeping Package) an. Mit dem Stock-Keeping Package ermöglicht Krones dem Kunden eine professionelle Lagerbevorratung. Je intelligenter das Lager bestückt wird, desto besser sind die Maschinen abgesichert. Dies führt einerseits zu einer hohen Teileverfügbarkeit für proaktive und regelmäßige Wartung – andererseits zur Risikominimierung bezüglich ungeplanter Stillstandzeiten. Dabei bietet das Lagerhaltungspaket eine maßgeschneiderte sowie automatisierte Lösung.
In einem Interview haben mir die Produktverantwortlichen Andreas Schneider und Jan Kasprzyk einen tieferen Einblick in das Lagerhaltungspaket gewährt. Dabei wurden die Vorzüge des Stock-Keeping-Packages anhand anschaulicher Beispiele aufgezeigt und der eigens hierfür entwickelte Prozess näher erläutert.

Andreas Schneider erläutert:

Mit dem Lagerhaltungspaket wollen wir dem Kunden die für ihn maßgeschneiderte Lösung zur optimalen und transparenten Bevorratung ermöglichen – allerdings nicht, um eine reguläre Überholung abzudecken, sondern um bei bevorstehenden Wartungen oder ungeplanten Störungen schnellstmöglich auf die richtigen Teile zugreifen zu können. Dann sollen keine langen Liefer- und Wartezeiten mehr im Weg stehen.

Um dies zu verwirklichen, haben wir in den letzten Jahren ein Konzept entwickelt, welches eine automatisierte und nachvollziehbare Teileauswahl gewährleistet – das sogenannte Spare Parts Availability Concept, kurz SPAC. Dieses besteht aus vier Kernelementen: Transparente Bevorratungsvorschläge, proaktive Bevorratung, Synchronisation der Lagerstufen und globales Transportkonzept.

Zunächst identifizieren wir für das Equipment notwendige Reserve-, Verschleiß- und Serviceteile (RVS-Teile), anschließend wird die Lagermenge von identischen Materialien in unterschiedlichen Maschinen, Linien und Standorten auf ein sinnvolles Niveau angepasst.

Jan Kasprzyk führt aus:

Den transparenten Bevorratungsvorschlag möchte ich mittels unseres hierfür entwickelten Prozesses erläutern: Spezielle mathematische Algorithmen ermöglichen es uns, zunächst die automatisierte und nachvollziehbare Teileauswahl aus unserer bereits bestehenden Datenbasis an installierten Teilen, Ausfallwahrscheinlichkeiten oder auch –charakteristika zu berechnen. Um auch die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse abzudecken, haben wir einen Referenzpool eingerichtet. Dieser wird alle 3 Monate aufgrund der neu ausgelieferten Maschinen aktualisiert. Krones nutzt diese Daten als Grundlage für die Kundenpakete und gleichzeitig zur proaktiven Bevorratung der regionalen Krones Lagerstandorte. Ziel ist es, die notwendigen Teile sowohl im Kundenlager, als auch in den Krones Standorten vorrätig zu haben.

Anschließend erhält der Kunde detaillierte Daten, wie zum Beispiel die verbaute Menge an Teilen, um seine Planung optimal gestalten zu können. Die Ergebnisse werden dem Kunden dabei in Form von geschnürten Paketen angeboten.

 

Eben diese Pakete erklärt Andreas Schneider:

Das für den Kunden optimal zugeschnittene Paket bieten wir in mehreren Varianten an:

  • BASIC deckt die Mindestanforderungen und bietet eine hohe Verfügbarkeit bei niedrigem Bestand
  • COMFORT ermöglicht eine höhere Verfügbarkeit von Ersatzteilen aufgrund höherer Anzahl verschiedener Teile und reduziert die Bestellhäufigkeit aufgrund höherer Losgrößen.

Eine manuelle Anpassung je nach Kundenbudget ist dabei natürlich möglich.

Mittels der Ermittlung werden die Daten dann in eine speziell für den Maschinenpark des Kunden angepasste Liste, dargestellt

Des Weiteren erläutern Andreas Schneider und Jan Kasprzyk, dass eine Lagerhaltungsstrategie nur in Kombination mit einer professionellen Transportlogistik funktionieren kann.

Der Kunde hat die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Transportlaufzeiten zu wählen – dem Service Level 1, welcher einem Expressversand entspricht, Service Level 2 (Terminfracht), Service Level 3 (Standardversand) oder gar einem On Board Courier Service (OBC). Dabei informiert KRONES den Kunden jederzeit über Laufzeit und Kosten.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass KRONES mittels dem Lagerhaltungspaket weg von der reaktiven hin zur proaktiven Teileverfügbarkeit geht und dabei transparente Bevorratungsvorschläge bietet. Mittels der langjährigen Erfahrung von KRONES hat der Kunde die Möglichkeit, individuelle Lösung, abgestimmt auf seine Bedürfnisse zu erhalten. Neben einer Wirtschaftlichkeit mittels geringer Kapitalbindung, wird dem Kunden ebenso eine Produktionssicherheit, aufgrund der schnellen Verfügbarkeit von Ersatzteilen gewährt.

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