2 Min. Lesezeit Time is Money – automatisierte Neckklammern-Überholung

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Time is Money – automatisierte Neckklammern-Überholung Technologie | | 26.10.2015 2 Min. Lesezeit

Zugegeben, es ist ein ungleicher Wettkampf. Eine Industriekauffrau tritt gegen einen Füllermonteur an, beide haben die Aufgabe Neckklammern zu überholen. Ziel ist es, von 40 Neckklammern die Verschleißteile möglichst schnell, sauber und ohne Beschädigungen zu tauschen. Der Sieger des Wettbewerbs scheint bereits vor Beginn festzustehen. Wäre da nicht die neue Neck Clamp Machine von Krones.

Rechts im Bild ist die herkömmliche, manuelle Variante zu sehen. Links hingegen die neu von Krones entwickelte, halbautomatische Maschine zum Überholen der Klammern. Beide Teilnehmer pressen die alten Spannstifte und Buchsen aus und ersetzen diese anschließend durch Neue.
Der Endstand des Wettbewerbs: 40 zu 0 für die Neck Clamp Machine.

Im Video wird deutlich, wie dies genau abläuft:

Zuerst werden alle Spannstifte und Buchsen ausgepresst. Rechts geschieht der ganze Vorgang mittels Hammer und Auspresstempel, links hingegen mit Hilfe der Kniehebelpresse und den passenden Matrizen. Die ausgepressten Teile landen dabei automatisch in einem Behälter, der Arbeitsplatz links bleibt sauber.
Danach werden die verschlissenen Blattfedern sowie die Druckstücke entfernt und durch neue ersetzt.
Nun wird der große Vorteil der Neckklammernmaschine deutlich:
Die vorbereitenden Klammern werden gemeinsam mit den beiden Spannstiften sowie der Buchse in einen Schlitten gelegt. Der Benutzer schiebt den Schlitten nach vorne, mehrere Sensoren erkennen sobald der Schlitten die Endposition erreicht hat. Pneumatikzylinder fixieren den Schlitten, danach werden die Spannstifte und die Buchse mittels weiterer Pneumatikzylinder mit 8 bar Arbeitsdruck verpresst. Sind alle Teile verpresst, löst sich die Fixierung und die fertige Klammer kann entnommen werden. Dies geschieht in unter 1 Sekunde, insgesamt kommt es zu einer Zeitersparnis von mehr als 50%.

Gleichzeitig dient die Maschine auch zur Qualitätskontrolle. Es wird erkannt ob die Klammer etwa axial verbogen ist, oder die Spannstifte nicht korrekt verpresst wurden. Da die Maschine simpel zu bedienen ist, benötigt man kein technisch geschultes Personal mehr, um die Klammern zu überholen.

Selbst bei einer geringen Anzahl von nur 40 Klammern – wie im Video zu sehen- wird die Zeitersparnis deutlich. Während rechts im Bild noch nicht einmal alle Spannstifte verpresst wurden, sind links schon alle Klammern überholt und fertig für den Wiedereinbau.

Bei etwa 500 verbauten Klammern pro Anlage ist es also kein Wunder, dass man nicht nur im LCS selbst begeistert ist, sondern auch beim Kunden. Deswegen hat der erste Kunde, bei dem der Prototyp getestet wurde, die Maschine auch gleich gekauft.

Die Neckklammernmaschine hat mittlerweile alle Abnahmeprüfungen überstanden. Fertig verpackt ist die mobile Maschine kaum größer als eine EURO Palette und kann somit ohne Problem transportiert werden – dem Einsatz beim Kunden steht also nichts mehr im Wege. Übrigens nicht mal ein eventueller Stromausfall: Die Entwickler rund um den Initiator- Walter Gillitzer- haben an alle Eventualitäten gedacht, deswegen können Klammern im Notfall auch ohne Strom- und Druckluftversorgung, manuell, überholt werden.

Für alle Interessenten: Die Neckklammernmaschine ist auch bei der BrauBeviale 2015 beim Stand der Krones AG zu sehen, die von 10.-12.November stattfindet. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

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Maria Seywald am 27. Oktober 2015

Die "Ideenraumidee" war weniger die Maschine selbst, als vielmehr das Verkaufsmodell und die Darstellung. Die Maschine war schon bei zwei Kunden im Einsatz, als die Kollegin die Idee hatte, man könnte da doch ein Geschäftsmodell daraus machen. Immer mehr Kunden hatten Interesse an der Maschine, ihr Verbesserungsvorschlag wurde angenommen und es wurde entschieden, die Maschine zu verkaufen. Dazu wurde dann zuerst eine ähnliche "Demo-Version" vom Vorstellungsvideo gedreht, die beim Servicemeeting in Gauda gut angekommen ist. Und daraufhin sind dann das Video und der Text in diesem Artikel entstanden :-)

Sylvia am 27. Oktober 2015

Echt? Wie kommt eine Industriekauffrau dazu einen solchen Verbesserungsvorschlag zu machen!? Dazu braucht man schon etwas technische Erfahrung und muss sich doch längerfristig mit der Thematik beschäftigen. Hat sie noch einen Zweitberuf erlernt oder im Nachhinein in der Montage gearbeitet? Jedenfalls eine interessante Geschichte! Wäre schön, wenn man Näheres in einer Intern-Ausgabe davon erfahren würde.

Maria Seywald am 26. Oktober 2015

Danke, freut uns, dass es gefällt! Ist tatsächlich ein "Kind" des Ideenraums, die Kollegin im Video hat den Vorschlag eingereicht, der dann tatsächlich umgesetzt worden ist. :-)

Sylvia am 26. Oktober 2015

Super Idee, dass Ihr das als Video inkl. detailierter Beschreibung zeigt. War das ein Verbesserungsvorschlag aus dem Ideenraum?

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