2 Min. Lesezeit SuperPET im Endspurt

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SuperPET im Endspurt Technologie | | 16.06.2014 2 Min. Lesezeit

Das Projekt SuperPET befindet sich auf der Zielgeraden. Im Juli dieses Jahres endet nach drei Jahren das von der EU- Kommission geförderte Krones Projekt. Insgesamt konnte Krones große Erfolge verzeichnen und erstmalig eine Recyclinganlage in Deutschland verkaufen. Wir haben mit Susanne Huber und Dr. Thomas Friedlaender, die das Thema SuperPET seit 2011 betreuen, auf die nun fast drei Jahre dauernde Projektlaufzeit zurückgeblickt.

201307JE04_0002_Preview_LayoutFrau Huber, um es für unsere Leser kurz zusammenzufassen: um was geht es im Kern in dem Projekt SuperPET?

Die PET-Einwegflaschen, die jedes Jahr in Europa in Umlauf sind, werden zu einem großen Teil nicht in die Lebensmittel- sondern in die Textilindustrie zurückgeführt. Sie werden zur Energierückgewinnung verwendet, enden in Deponien oder werden zu Granulat recycelt, das außerhalb der Lebensmittelindustrie wiederverwendet wird. Der europäische Recyclingmarkt ist bereits technologisch sehr weit entwickelt, daher ist es anspruchsvoll in diesem Bereich einen innovativen Prozess zu etablieren. Hier kommt die EU-Initiative Eco-innovation ins Spiel, die uns bei der Markteinführung unseres ressourcen- und energiesparenden PET-Recycling-Prozesses unterstützte. Das Projekt läuft über drei Jahre und sollte neben der Einführung der Technologie dazu dienen, die Attraktivität von PET-Recycling in Europa generell zu stärken.

Bildschirmfoto 2014-06-16 um 09.33.13Herr Dr. Friedlaender, warum hat sich die EU gerade für unser Projekt entschieden? Welchen Vorteil haben wir gegenüber unseren Mitstreitern?

Krones bietet im PET-Recyclingmarkt eine innovative und erprobte Technologie an, mit der wir den sehr energieintensiven Prozessschritt der Pelletisierung weglassen können. Die Anzahl der Aufschmelzvorgänge bis zur Flasche wird glatt halbiert, da die Herstellung der Vorformlinge Teil des integrierten Produktionsansatzes ist. Dieses Konzept ist nicht nur bei der Energieeinsparung überlegen, die geringere thermische Belastung führt auch zu weniger gelblichen Verfärbungen – ein ganz entscheidender Vorteil beim wiederholten Recycling von PET-Flaschen.

Frau Huber, um ein Resümee zu ziehen über die letzten drei Jahre, wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf des Projekts?

Zunächst einmal hat das Projekt sehr viel Spaß gemacht. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem internen Projektteam, verschiedenen externen Experten und der tollen Unterstützung der EU konnten wir den Prozess erfolgreich auf dem europäischen Markt einführen.

Herr Dr. Friedlaender, wie blicken Sie auf die letzten drei Jahre zurück?

Wir haben gelernt, welche Markteintrittsbarrieren es in diesem hochentwickelten Markt gibt, das ist eine wichtige Erkenntnis für uns. Natürlich werden wir auch über das Ende des Förderprojekts hinaus unsere integrierte Technologie weiterentwickeln und daran arbeiten, sie als nachhaltige Lösung in der Getränkeindustrie zu etablieren. Wir glauben an dieses überlegene System und werden es auch nach Projektende weiter vorantreiben.

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