5 Min. Lesezeit Rundum sorglos mit dem Automation Concept

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Rundum sorglos mit dem Automation Concept Technologie | | 13.02.2017 5 Min. Lesezeit

 

Der Wecker klingelt nicht, die Kaffeemaschine streikt und der Zug kommt auch noch zu spät – wie schön wäre es, wenn einfach alles immer rund laufen würde! Was uns im Alltag manchmal ärgert, kann in großen Unternehmen durchaus schwerwiegende Folgen haben. Ein Maschinendefekt oder gar Stillstand der Produktion kann viel Geld kosten und soll deshalb natürlich vermieden werden. Doch nicht alle Maschinen sind so leicht zu bedienen wie die Kaffeemaschine daheim. Entscheidend ist deshalb eine gute Ausbildung, Erfahrung, Fachwissen – und Übung. Wer oft trainiert hat, wie auf eine entsprechende Fehlermeldung zu reagieren ist, weiß im Ernstfall schnell, was zu tun ist. Doch wo kann ein Produktionsmitarbeiter schon üben?

Die Schulungen der Krones Akademie bilden die Basis des Trainings im Umgang mit Krones Maschinen und vermitteln zentrales Fachwissen. Doch man erkannte mittlerweile, dass sie allein nicht so effektiv wie gewünscht waren: täglicher Input über zwei bis drei Wochen hinweg überfordert schnell und sorgt noch nicht unbedingt für die nötige Routine. Was war also nötig, um Trainings noch attraktiver und nachhaltiger zu gestalten?

Vom flüchtigen Gedanken zur realen Idee

Der erste Schritt, den Lernprozess zu vereinfachen, bestand in der Entwicklung des Automation Notebooks. Der Kunde muss nun Programme zur Fehlerdiagnose bei Maschinen nicht mehr aufwendig selbst installieren, sondern bekommt alles fertig bereitgestellt. Eine mögliche Fehlerquelle ist damit bereits eliminiert. Doch was, wenn die korrekte Bedienung der Programme selbst noch nicht klar ist? Oder eine Neuerung vorher bekannte Elemente fremd erscheinen lässt? Wo soll der Techniker lernen und üben? Die Lösung der Akademie für all das ist ebenso simpel wie genial: eine Maschine im Kleinformat. Aus dieser Idee entstanden die Automation Racks: für jede in einer Maschine verbaute Technologie gibt es ein eigenes Rack, das die Technologie der großen Maschinen im Kleinen abbildet.

Was bringt’s?

Die Racks werden nicht nur in den Trainings im Haus der Akademie verwendet, sondern können auch von Kunden erworben werden. Das Ziel sei, „dem Kunden eine Lernumgebung zu schaffen, die auch bei ihm im Haus bestehen kann“, sagt Markus Wilhelm, Leiter der Automationsabteilung in der Akademie. Denn Top-Equipment gibt es bislang außer in der Akademie in Neutraubling nur in den Niederlassungen, wie beispielsweise in den USA bei Krones Inc. Doch wenn der Kunde sich selbst Racks zulegt, können bestimmte Trainings direkt vor Ort durchgeführt werden. Dabei ist die nächste Stufe die Kombination verschiedener Racks, sodass am Ende beispielweise alle technologischen Komponenten eines vollständigen Füllers abgebildet werden können.

Je nach Kombination der erworbenen Racks sind verschiedene Kurse möglich – und mehrere Produktions- und Instandhaltungsmitarbeiter unterschiedlicher Spezialisierung können gleichzeitig geschult werden. Die Racks haben so für alle Beteiligten Vorteile:

  1. Langfristige Einsparungen

Sobald der Kunde in Racks investiert hat, wird er auf lange Sicht Zeit und Kosten sparen. Denn vor allem Reise- und Unterbringungskosten können so reduziert werden.

  1. Flexibilität

Die Trainer der Akademie sind flexibler einsetzbar und können überall Trainings halten, wenn der Kunde selbst Racks vor Ort hat. Dies wiederum kommt auch ihm zugute.

  1. Implementierung von Qualitätsstandards

Die Trainingsstandards werden durch das Krones Equipment vereinheitlicht –weltweit ist hier das Stichwort. Außerdem sollen die Racks schon während der Ausbildung der Monteure in den Lifecycle Service Centern bereitstehen, damit bereits dort gemeinsam mit den Servicemitarbeitern Standards gesetzt werden können.

Wie eine richtige Krones Maschine besitzt jedes Rack einen Hardware-Plan, eine Maschinenbeschreibung und eine Geräteliste. Zentral ist hier die originalgetreue Abbildung der alltäglichen Maschinenbedingungen, damit das Erlernte direkt angewendet werden kann. Die Kombination von Notebook, Schulung und Equipment bietet damit das perfekte Rundumpaket für die Ausbildung von sowohl Produktions- als auch Instandhaltungsmitarbeitern.

 

 

Wer entwickelt die Racks?

In den kleinen Kästen steckt weit mehr Entwicklungsarbeit als man auf den ersten Blick vermuten mag. Jahrelang wurde (und wird immer noch) getüftelt, um die Racks miteinander zu verbinden. Denn ein Steuerungsmodul-Rack soll ein Bedienpanel-Rack auch als solches erkennen – wie an der großen Maschine auch. Allerdings muss dafür eine komprimierte Version der Software erstellt werden, deren Parameter und Einstellungen im Idealfall exakt mit denen der großen Maschine übereinstimmen. Das wiederum erfordert außerordentliches Know-how, bei dem besonders die Abteilung Forschung und Entwicklung einen großartigen Beitrag leistet. Sie unterstützt zudem zwei Bacheloranden bei ihrer Arbeit mit der Software: Verena Seebauer und Florian Präger. Verena gefällt besonders, dass man die Funktionsfähigkeit einer Software sofort sieht: entweder es bewegt sich was oder nicht. Florian genießt es, einen umfassenden Einblick in alle Bereiche zu bekommen, in denen Krones programmiert. Diese Vielseitigkeit ist für beide ein Highlight der Arbeit in der Krones Akademie.

Wie entsteht ein Rack?

Das Video zeigt, wie ein B&R Rack (SDC) zusammengebaut wird. Dabei handelt es sich um die Technologie der Steuerung von Krones Maschinen, die in jeder Blockmaschine verbaut ist. Sie regelt die Synchronisierung der Maschinen zueinander.

 

Nachdem die einzelnen Hardware Komponenten in der Akademie zusammengesetzt wurden, kommt das „seelenlose“ Rack zu internen Kollegen, die mit der vorher entwickelten Software das Innenleben hinzufügen.

Die Racks werden nach hohen Sicherheitsstandards gebaut und vor ihrer Verwendung durch verschiedene Sicherheitszertifikate geprüft und freigegeben. Neben der Isolationsmessung wird auch das CE-Prüfzeichen verliehen, das die Einhaltung der europäischen Richtlinien für elektronische Betriebsmittel sichert. Es gibt keine Hochspannung; wichtige Bestandteile sind mit der entsprechenden Schutztechnik abgeschottet, sodass an den Racks gefahr- und bedenkenlos geübt werden kann.

Worin besteht der Mehrwert der Racks?

All diese einzelnen Schritte, Eigenschaften und Bestandteile sind Qualitätsmerkmale und spiegeln den hohen Wert der Racks wieder. Die Kosten entstehen nicht nur durch die verwendeten Teile, sondern gerade durch deren Interaktion. Die Software dafür muss zunächst geschrieben und danach an winzige Feinheiten angepasst werden. Das Zusammenspiel richtig zu konfigurieren stellt eine große Herausforderung dar und bedeutet viel Arbeit, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Es handelt sich bei Racks auch nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, um eine Art Ersatzteilbox, sondern um ein Gerät mit echtem Kundenmehrwert. Nach einmaliger Anschaffung profitiert der Kunde auf lange Sicht enorm, selbst wenn sich dies nur in kleinen Schritten zeigt, erläutert Markus Wilhelm: „Wenn der Techniker oder Elektriker des Kunden bei der Fehlersuche nur ein bisschen schneller wird, dann ist die Investition in eine Schulung und ein Rack bei einer Reduzierung der Maschinen-Downtime um 10 Minuten schon wieder drin.“ Denn selbst als Laie kann man ungefähr nachvollziehen, wie viel Geld während eines Stillstands von zehn Minuten bei einer Anlage mit der Leistung von 60.000 Behältern pro Stunde verloren gehen kann.

Ihr Interesse ist geweckt? Weitere Informationen gibt es auf der Website: Die Automation Concept Broschüre ist stets aktuell und zeigt alle Racks mit ihren Einsatzmöglichkeiten in der Übersicht. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder bezüglich eines Angebots gerne an folgende Ansprechpartner: Markus Wilhelm und Claudia Bruckbauer.

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