3 Min. Lesezeit ReadyKit – für die Anbindung von Alt- und Fremdanlagen

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ReadyKit – für die Anbindung von Alt- und Fremdanlagen Technologie | | 21.08.2017 3 Min. Lesezeit

 

Wirtschaftlich und wirkungsvoll: die IT-Lösung für Brownfield-Projekte

Transparenz in der Abfüllung. Das wünscht sich jeder Getränkehersteller – auch für seine vorhandenen Linien. In der Vergangenheit wurden Anlagenbetreiber jedoch immer wieder mit der gleichen Problematik konfrontiert: Bestehende Maschinen für eine Anbindung an ein Betriebsdatenerfassungssystem (BDE) vorzubereiten, zog wegen der aufwendigen SPS-Programmierung sehr hohe Nachrüstungskosten nach sich. Auch war es häufig nicht einfach, Fremdmaschinen verschiedenster Herkunft mit unterschiedlichsten Steuerungstypen überhaupt anzubinden. Das machte die Implementierung eines BDE für Bestandsanlagen oftmals unattraktiv.

Krones zeigt, wie dies nun mittels ReadyKit wirtschaftlich und wirkungsvoll gelingen kann. Denn die neueste Entwicklung aus der hausinternen Software-Schmiede Syskron erleichtert die Aufnahme von Alt- und Fremdmaschinen in die Betriebsdatenerfassung ungemein – daher auch der Name: ReadyKit macht bestehende Maschinen bereit für digitale Prozesse.

 

ReadyKit: Was steckt dahinter?

Während bei neuen Linien eine automatisierte Betriebsdatenerfassung und die Berechnung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) mittlerweile fast standardmäßig eingesetzt wird, fehlt die verlässliche Erfassung von Störverursachern und Schwachstellen für bestehende Anlagen oftmals komplett. Doch gerade bei diesen Anlagen kann die Implementierung geeigneter IT-Module eine Vielzahl an Optimierungspotenzialen aufdecken, um so letztendlich die Ausbringung und Effizienz zu steigern.

Zur durchgehenden IT-Anbindung aller Prozessbereiche steht mit dem ReadyKit nun eine Lösung zur Verfügung, die speziell auf den Einsatz im sogenannten Brownfield-Umfeld abgestimmt ist. Damit ist es möglich, Maschinen älterer Bauart sowie Maschinen mit fehlender oder eingeschränkter Kommunikationsschnittstelle in das zentrale Datenerfassungssystem zu integrieren. Darüber hinaus bietet ReadyKit die Möglichkeit, Kennzahlen zu berechnen und fehlende Informationen mithilfe von Algorithmen auf Basis gemessener und erfasster Werte zu kompensieren. Diese Algorithmen greifen dabei über variable Zeiträume auf die erfassten Werte zurück.

Der Einsatz von ReadyKit verlangt keine aufwendige Nachrüstung der Maschinensteuerungen, denn die Lösung ist so konzipiert, dass sie unterschiedlichste Datenquellen zur Erfassung der Rohdaten nutzen kann. Zum einen sind das Schnittstellen mit der Maschinensteuerung, um Signale und Werte direkt aus dieser zu erfassen. Zum anderen können unterschiedliche Sensoren (z. B. Vibrations- messer) angebunden und ausgelesen werden, um fehlende Daten beispielsweise mithilfe von Lichtschranken zu erfassen. Für eine umfassende Datenbasis lassen sich beide Möglichkeiten auch kombinieren.

Grundsätzlich können so die wichtigsten Informationen der Maschinen aufgezeichnet und ausgewertet werden. Durch den minimierten Aufwand in der Umsetzung und das schlanke Konzept können Kunden sehr schnell und unkompliziert von ReadyKit profitieren, ihre Prozesse optimieren und so Kosten einsparen.

So viel zur allgemeinen Funktionsweise des neuen IT-Tools, das in die SitePilot Software-Landschaft integriert ist – im Folgenden möchte ich noch ein wenig detaillierter auf die Arbeitsweise von ReadyKit eingehen.

Welche Daten werden verarbeitet und generiert?

Messwerte

Darunter verstehen wir Werte, die ohne weitere Verarbeitung über die Schnittstellen von ReadyKit zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig sind sie Grundlage für die Berechnung von Kennzahlen und zur Interpretation anderer Werte und Informationen. Die Messwerte werden aufgrund der hohen Erfassungsdichte im Zyklus von einer Minute zur weiteren Verwendung bereitgestellt.

Die im Millisekunden-Bereich erfassten Daten werden auf Basis des Mittelwerts auf einen Wert pro Sekunde verdichtet. Damit stehen im Zyklus von einer Minute jeweils die Werte der letzten 60 Sekunden zur Verfügung.

Maschinenstatus

Für die Berechnung der OEE-spezifischen Kennzahlen ist der Maschinenstatus von elementarer Bedeutung. Ist der Betriebszustand nicht vorhanden, kann ReadyKit über die integrierten Algorithmen den Maschinenstatus auf Basis der vorhandenen Messwerte interpretieren. Die Genauigkeit ist dabei abhängig von der Anzahl der für die Interpretation zugrundeliegenden Daten.

Kennzahlen

Sie sind berechnete Werte, die im Kontext eines definierten Zeitraums generiert und dann über die Schnittstellen von ReadyKit zur Verfügung gestellt werden. Dabei erfolgt die Berechnung auf Basis aller im Zeitraum erfassten Rohdaten. Durch die Berücksichtigung der gesamten Zeitspanne und die hohe Erfassungsdichte kann die Anwendung auch bei interpretierten Werten sehr aussagekräftige Kennzahlen errechnen.

Wie werden die generierten Daten ausgewertet und dem Kunden zur Verfügung gestellt?

Mit dem Produkt SitePilot Line Diagnostics hat Krones eine Lösung mit passenden Schnittstellen zum ReadyKit im Portfolio. Das garantiert dem Nutzer das gleiche Look-and-Feel hinsichtlich Auswertungen und Handling – sowohl beim Einsatz in Neuanlagen als auch in Bestandslinien. Zum Thema SitePilot Line Diagnostics habe ich auf dem Blog schon einmal berichtet, den Text finden Sie hier.

Alternativ kann auch die Collaboration Platform Share2Act als Frontend zur Analyse der Daten genutzt werden. In diesem Fall werden die Informationen je nach Benutzer rollenbasiert aufbereitet. Auch hierzu finden Sie mehr Informationen in einem meiner Blog-Artikel.

 

Hat ein Kunde bereits ein Drittsystem für Reporting und Kennzahlen-Analyse im Einsatz, so können auch solche Tools entsprechend angeschlossen werden, sofern sie die oben beschriebenen Schnittstellen unterstützen.

Haben Sie noch Fragen oder hätten Sie gerne mehr Details zum ReadyKit? Dann hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar unter dem Artikel – ich melde mich dann baldmöglichst mit mehr Informationen.

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