2 Min. Lesezeit Mix&Match: Von der Idee zur Flasche

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Mix&Match: Von der Idee zur Flasche Technologie | | 04.10.2016 2 Min. Lesezeit

„Ideenfindung.“ Wie reagieren Sie da spontan? Tendenziell gibt es in der Hinsicht zwei verschiedene Arten von Menschen:

  • die, die total motiviert anfangen, Gedanken zu sammeln und ihre Inspirationen festzuhalten. Und
  • die, die seufzen und versuchen, sich etwas Kreativität abzuringen.

Auch unter unseren Kunden gibt es erfahrungsgemäß Vertreter beider Gruppen. Für alle, die sich mit neuen Ideen eher schwer tun, hat ein Team von Kollegen jetzt Abhilfe geschaffen.

Konkretes Thema der Ideenfindung kann das Behälterdesign für eine Nachrüstung sein. Der Kunde hat also bereits eine Anlage, möchte nun aber beispielsweise das Design seines Produktes ändern. In einem Kundengespräch versuchen Mitarbeiter des LCS Lösungen zu finden, die den Wünschen des Kunden bestmöglich entsprechen und dabei in der Lage sind, die technischen Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Aber bisher gab es einen Haken an der Sache. Viele Kunden wussten nämlich bis zu diesem Kundentermin noch gar nicht genau, was ihre Wünsche sind. Deshalb wurden regelmäßig große Teile dieser Treffen dafür verwendet, gemeinsam mit dem Kunden Wünsche und Ideen zu entwickeln. Und diese wieder zu verwerfen. Um dann wieder neue zu entwickeln.

Genau hier haben Mario Casper und seine Kollegen angesetzt. Die Praktikantin Giulia Nemmert entwickelte ursprünglich ein „Designbook“, das Kunden die Entscheidung für ihr zukünftiges Flaschendesign erleichtern sollte. Dann wurde das Ganze noch praktischer gestaltet. Jetzt können Kunden unter www.krones.com/mixandmatch/ ganz einfach online Variationen ausprobieren. Viel gibt es dabei nicht zu erklären – die Anwendung funktioniert ganz intuitiv wie die Avatar-Gestaltung eines Computerspiels oder auch einige Kinderbücher: Die Flasche ist gedrittelt, für jede Komponente stehen verschiedene Optionen zur Wahl. Da diese Optionen völlig frei kombinierbar sind, entstehen so unzählige Möglichkeiten. Deswegen hat Mario Casper an der Stelle einen wichtigen Hinweis: „Wenn wir unseren Kunden den Link schicken weisen wir immer darauf hin, dass die Anwendung nur eine Hilfestellung und Inspiration ist. Ob die Flasche auch wirklich genau so umsetzbar ist, muss im Kundengespräch dann vom Designer geprüft werden. Vor allem bei den Flaschenböden sind wir da natürlich an technische Voraussetzungen gebunden, außerdem muss die Flasche ja zu der Maschine passen, die schon beim Kunden steht.“ Und noch eine Einschränkung gibt es: „Für Hotfill Flaschen können wir die Anwendung leider nicht einsetzen, da sind die technischen Voraussetzungen schlichtweg zu komplex. Aber die meisten anderen Projekte wurden durch dieses eigentlich einfache Tool um einiges unkomplizierter.“

Der erste Schritt ist eben schon gemacht: Der Kunde hat die Möglichkeit ungestört, ohne Aufwand und Zeitdruck, schon einmal eine Vorstellung der zukünftigen Flasche zu entwickeln. Das hat laut Mario Casper auch einen psychologischen Vorteil: „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Kunden mit dem Endprodukt sehr viel glücklicher sind, wenn es aus ihrer eigenen Idee entstanden ist. Selbst wenn wir in der gemeinsamen Ideenfindung vielleicht etwas Ähnliches entwickelt hätten – die Idee wäre dann immer auch ein bisschen unsere, also eine ‚fremde’.“

 

Wenn der Kunde seine „Wunsch-Flasche“ zusammengestellt hat, kann er diese einfach ausdrucken und bei Bedarf händisch ergänzen: So können dann im Kundengespräch viel leichter auch Strukturen, Logos oder der Sitz des Etiketts besprochen werden. „Allgemein wird die Kommunikation dadurch stark erleichtert“, betont Mario Casper. „Sprachliche Barrieren und fehlendes Zeichentalent sind beispielsweise sehr viel weniger problematisch, wenn man etwas Visuelles vor sich liegen hat“.

 

Mittlerweile ist das Tool schon seit einigen Monaten im Einsatz und das fünfköpfige LCS Flaschendesign-Team zieht zufrieden Bilanz.

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