2 Min. Lesezeit Das Bessere ist der Feind des Guten – NitroHotfill und Drucklufteinsparung

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Das Bessere ist der Feind des Guten – NitroHotfill und Drucklufteinsparung Technologie | | 10.10.2016 2 Min. Lesezeit

Ich nehme an, dass ich den Meisten nichts Neues erzähle, wenn ich hier schreibe, dass man zum Blasen von PET-Flaschen Druckluft benötigt. Spezieller wird es dann schon, wenn man PET-Flaschen herstellen will, die man heiß befüllen kann – wie das beispielsweise notwendig ist, um die Produkthaltbarkeit von Saft oder Tee garantieren zu können. Heiß befüllbare Flaschen brauchen, um den größeren Belastungen standzuhalten, ein höheres Gewicht. Bei der Herstellung ist außerdem mehr Hitze in der Blasform nötig, um die Flasche temperaturbeständig zu machen. Um diese zusätzliche Hitze wieder weg zu kühlen (im Fachjargon mit „Spül-Luft“) ist folglich auch mehr Druckluft notwendig – und die Prozesskosten steigen mit dem vermehrten Energieaufwand, denn Druckluft kostet Energie.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir schon im Jahre 2008 unsere erste NitroHotfill Flasche hergestellt. Das Besondere daran? Beim NitroHotfill Verfahren spart man gegenüber dem klassischen Hotfill Prozess eine ganze Menge PET-Material und Luft – und damit Kosten. Ersteres, weil die Flasche dabei nicht das Vakuum nach dem Abkühlen aushalten muss. Es bleibt nämlich ein kleiner Stickstoff-Überdruck (engl. Stickstoff = nitrogen) in der Flasche, der sie stabilisiert. So ist es möglich, leichtere Behälter zu verwenden. Diese müssen dann nicht ganz so heiß geblasen werden, wodurch man sehr viel Spülluft spart.

Mit NitroHotfill ist man also wesentlich energiesparender, ressourcenschonender und kostengünstiger unterwegs.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser türkischer Kunde Dogus Cay produziert jährlich rund 35.000 Tonnen Tee in fünf Betriebsstätten in Rize, sowie einem Verpackungswerk in Ordu. Der Schwarztee von den Küsten des Schwarzen Meeres mit seinem besonderen Geschmack wird in der ganzen Türkei distribuiert. 2015 nahm Dogus Cay eine NitroHotfill Anlage am Standort Izmir/Ödemiş mit einer Leistung von 22.500 Behältern pro Stunde in Betrieb. Die Krones Blasmaschine Contiform 3 produziert dabei die Behälter für hochqualitative Eistees. Dafür sind zehn Blasformen im Einsatz, mit einer Rekordgeschwindigkeit von 2.250 Behältern pro Stunde entstehen Hotfill-PET-Behälter mit einem Volumen von 250 Millilitern und trotzdem nur 15 Gramm Gewicht. Eine Anlage, die schon von der Installation an mit geringem Energie- und Ressourcenbedarf punkten konnte.

Bei Krones aber bleibt die Entwicklung auch nach der Inbetriebnahme nicht stehen. Ein Jahr nach der Installation führte ein Krones Team vor Ort an der Anlage einen Versuch zur Verbesserung des Druckluftsystems durch. Nach einem Upgrade und einer einfachen Optimierung der Contiform 3 ging die Anlage wieder in den normalen Betrieb. Ein durchgeführter Testlauf erzielte außergewöhnliche Ergebnisse: Bei gleich guter Behälterqualität konnten durch das Upgrade Einsparungen beim Druckluftverbrauch von 44 Prozent erzielt werden – mehr als 300 Nm³/h. Zukünftige Einsparungen könnten noch höher ausfallen, wenn in den nächsten Monaten größere Behälter eingesetzt werden. Für den Kunden entscheidend dabei: Das Upgrade spart bares Geld, rund 40.000 Euro pro Jahr bei einer kalkulierten Maschinenlaufzeit von 6.000 Stunden jährlich.

Ein schönes Beispiel, das zeigt, dass man bei Krones nicht nur eine Anlage kauft. Bei uns ist man auch nach der Inbetriebnahme nicht vom Fortschritt abgeschnitten und profitiert weiterhin von der Unterstützung und dem Know-how der Krones AG.

 

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