3 Min. Lesezeit Algerien – ein Reisebericht Teil II

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Algerien – ein Reisebericht Teil II Technologie | | 19.12.2014 3 Min. Lesezeit

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde (Karl Valentin)

Kleines Frühstück. Mir gegenüber hängen Bilder an der Wand. Motive und Darstellungen von Berberfrauen. Eine Frau mit einer Spindel in der Hand. Zwei andere zanken wohl gerade miteinander. Vier Männer reiten auf stattlichen Pferden – eine folkloristische Anlehnung an die Kriegsführung der Berber. Links hinten im Eck steht die algerische Fahne. Ich bekomme eine Flasche stilles Wasser auf den Tisch gestellt. Die Marke: Guedila. Und genau dorthin geht es heute.

Unterwegs zum Kunden 

Gemeinsam mit Marketingleiter Mouloud Hamdi verlassen wir Biskra. Wir fahren in den Norden und lassen das „Tor zur Wüste Sahara“ hinter uns. Vor uns breitet sich eine karge Landschaft aus, ein Meer aus ockergelben Felsen. Es geht in die Region Djamora. Ziegen und deren Hirten am Straßenrand. Menschen, die im Schatten auf den Sammelbus warten. Plötzlich Inseln aus grünen Palmenhainen. Datteln. Die besten der Welt, wie Mouloud erklärt. Im November werden sie geerntet.

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Nach einer halben Stunde erreichen wir den Ort Guedila in 500 Meter Höhe. Links geht es die Straße hoch. Angekommen. Zuerst lernen wir Abdennour Hayouni kennen. Er ist Qualitätsbeauftragter bei Guedila. Und dann endlich können wir uns für die Einladung und Organisation bedanken: Wir treffen den Firmeninhaber, der zugleich technischer Leiter ist, Abdeljalil Hoggui. Mit ihm gemeinsam begehen wir die beiden neuen Krones PET- Linien für stilles Wasser. Sie sind gerade mal vier Monate jung. Die Inbetriebnahme erfolgte im März 2014. Blitzblank und sauber ist alles. Mein Eindruck: Hier könnte man wirklich vom Boden essen. Und mein Gefühl sagt mir: Das bleibt auch so topp! Und noch eines fällt mir gleich auf oder besser gesagt, ich spüre es: Klimaanlagen in der Halle mit den beiden neuen Abfülllinien.

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Entwicklung der Marke Guedila 

Im Gespräch erfahre ich viel über den Wasserproduzenten: Die Marke Guedila ist schon seit längerem etabliert auf dem algerischen Markt. 1986 wurde die Quelle entdeckt. Sie unterlag zunächst einem staatlichen Monopol. 2003 kam die Quelle in die privaten Hände der Familie Hoggui. Eine Familie, die stets offen für neue Märkte ist und ihre unternehmerischen Talente erfolgreich verwirklicht. Bis heute ist die Familie Hoggui algerischer Marktführer im Bereich Baustoffe. Durch die private Übernahme begann für die Wassermarke Guedila eine neue Zeit. Und so überhaupt gab es auf dem algerischen Markt eine Wende im Segment Flaschenwasser. Wenn man so will, dann legt abgefülltes Wasser in Algerien ein Wachstum hin, wie es sonst nur neue Märkte tun.

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Konsumverhalten Flaschenwasser in Algerien

Der Pro-Kopf-Konsum an Flaschenwasser lag laut einer Studie von Euromonitor International im Jahr 2010 bei 48,4 Litern. 2014 werden 75,9 Liter prognostiziert. Und für 2018 sollen es sogar 120,6 Liter sein. Ein steiles Wachstum. Eine Entwicklung, die auf ein geändertes Bewusstsein der Konsumenten hinsichtlich der eigenen Gesundheit zurückgeführt wird. Gerade in den heißen Sommermonaten ist der Konsum von Wasser lebensnotwendig. Auch der optische Anspruch an das Produkt hat sich geändert: Ansprechendes Flaschendesign samt Verpackung werden immer wichtiger. Wenn es um den direkten Produktverkauf geht, dann sind kleine, unabhängige Händler führend. Ihre Geschäfte haben den Vorteil sehr langer und daher konsumentenfreundlicher Öffnungszeiten.

Guedila ist ein sehr wichtiger und vor allem verlässlicher Arbeitgeber. 400 Menschen arbeiten für den Wasserabfüller. Der Großteil der Angestellten ist im technischen Bereich tätig. Nur 20 Prozent sind im Büro mit verwaltenden Aufgaben beschäftigt. Die Mitarbeiter sind hoch qualifiziert. Bei Guedila bedienen und betreuen Ingenieure die Maschinen und Anlagen. Qualität und Wertigkeit – das ist Firmeninhaber Hoggui Abdeljalil wichtig. Und in seiner Funktion als technischer Leiter investiert er auch in eben solche Maschinentechnologie. Auf der drinktec 2009 lernte er Krones kennen und da fiel seine Entscheidung: Die nächsten beiden Linien sollten von Krones sein. Und so kam es dann auch.

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