4 Min. Lesezeit Verzweifelt gesucht: Kollege Nummer 15.000

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Verzweifelt gesucht: Kollege Nummer 15.000 Menschen | | 18.12.2017 4 Min. Lesezeit

Den eigenen Hochzeitstag vergessen? Oder den runden Geburtstag eines engen Freundes? Nicht schön, aber in hektischen Zeiten kann das schon mal vorkommen. Ich weiß, wovon ich spreche, denn in der Krones Unternehmenskommunikation ist uns ein ähnlicher Fauxpas passiert: Wir haben die Ankunft des 15.000sten Mitarbeiters verschlafen. Also nicht nur dessen Ankunft, sondern die Tatsache, dass es ihn überhaupt gibt.

Entdeckt haben wir unser Versäumnis, als die neue Personalstatistik herauskam und darin von 15.174 Mitarbeitern die Rede war. Mit dem Moment der Erkenntnis brach eine mittelgroße Welle an Hektik aus: Schnell, wir müssen darüber berichten! Wir brauchen ein Foto von ihm (oder ihr). Und zu allererst müssen wir Kollege Nr. 15.000 erst einmal ausfindig machen.

Also schnell ans Telefon und die Personalabteilung anrufen. Die Kollegin am anderen Ende der Leitung möchte mir gerne weiterhelfen, weist mich aber sogleich auf ein Problem hin, an das ich gar nicht gedacht hatte: In der Regel gibt es zum ersten jeden Monats gleich mehrere Neuzugänge bei Krones – welcher davon ist dann der 15.000ste? Tja, gute Frage …

Als sie mich wenig später zurückruft, gibt es zum Glück Entwarnung: Die Menge der infrage kommenden Kandidaten lässt sich immerhin auf zwei eingrenzen. „Kein Problem“, meine ich, „wir nehmen einfach beide.“ Allerdings wird es dafür an einer anderen Stelle kompliziert: Einer von beiden, Noshalan Pillay, arbeitet in Johannesburg – und damit ganz schön weit weg.

Mal eben nach Südafrika?

Selbst hinfliegen kommt (leider) nicht in Frage. Das bedeutet, ich muss jemanden in Südafrika ausfindig machen, der Noshalan Pillay interviewt und fotografiert. Nur wie stelle ich das an? In Ermangelung eines besseren Plans picke ich mir zufällig einen Namen aus dem Krones Telefonbuch heraus: Sales Assistant Karen Banks.

Innerlich wappne ich mich für einen Bürokratie-Marathon. Denn bis ich mich zu jemanden durchgefragt habe, der mir helfen kann und will, braucht es bestimmt seine Zeit – denke ich. Doch tatsächlich passiert etwas, was ich bei Krones schon oft erlebt habe und ich heimlich das „Wunder des kurzen Dienstwegs“ nenne. Wie es sich für ein Wunder gehört, lässt es sich nie genau vorhersagen, wann und wo es eintritt; aber wenn man es mal wirklich dringend braucht, lässt es einen selten im Stich. So auch hier.

Karen Banks ist zwar einigermaßen überrascht von meinem Anliegen und hat auch noch nie von ihrem neuen Kollegen gehört. Wie sollte sie auch: Im Center Südafrika arbeiten rund 150 Menschen, da lernt man nicht automatisch jeden Neuen sofort kennen. Aber sie verspricht mir, sich umzuhören. Und tatsächlich: Kurz darauf melden sich zwei südafrikanische HR-Kolleginnen bei mir: Simone Osborne und Nomalanga Ncube sind nicht nur unglaublich nett und hilfsbereit; sie haben sogar schon ein professionelles Porträt von Noshalan Pillay geschossen und einen warmherzigen Text dazugeschrieben. Perfekt, besser geht’s nicht!

Blumen vom Vorstand

Die erste Hälfte meiner Aufgabe wäre damit erstaunlich schnell abgehakt. Fehlt nur Kandidatin Nr. 2: Sie heißt Aurelie Börmann und arbeitet in Neutraubling – bequeme 500 Meter von mir entfernt. Doch bevor ich mich darüber freuen kann, biegt schon die nächste Schwierigkeit um die Ecke. „Wenn sie hier in der Zentrale arbeitet, dann bietet sich doch ein Foto mit Christoph Klenk an“, meinen meine Kollegen.

Klar, nichts leichter als das: Vorstandsvorsitzende sind ja allgemein dafür bekannt, dass sie viel Zeit an der Hand haben und deshalb gerne mal spontan bei einem Fototermin vorbeischauen. Es braucht also mal wieder eines meiner Krones Wunder.

Diesmal erscheint es in Gestalt von Christina Resch. Als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden hat sie den Terminkalender ihres Chefs fest im Griff und weiß ganz genau, wo sich noch kleine Lücken verstecken. Dass Aurelie Börmann in ihren ersten Wochen bei Krones mehrere Schulungen zur Einarbeitung besucht, macht die Terminfindung noch ein bisschen kniffliger. Doch nach einigem Hin- und Hertelefonieren ist ein gemeinsames Zeitfenster gefunden: Wir treffen uns drei Tage später um 7:30 in der Früh.

Am vereinbarten Tag marschieren meine Foto-Kollegin und ich überpünktlich in Richtung Empfangshalle. Hoffentlich klappt alles: Im Stau stehen oder den Bus verpassen darf keiner, der Vorstand hat nur 15 Minuten Zeit, bevor ihn der nächste Termin erwartet. Doch bevor ich mir überhaupt Sorgen machen kann, kommt uns schon eine sichtbar gut gelaunte Aurelie Börmann entgegen. Ihr strahlendes Lächeln legt noch mal eine Stufe zu, als wenige Minuten später unser Vorstand hereinspaziert – in der Hand einen enormen Blumenstrauß, den er Aurelie als Willkommensgeschenk überreicht. Wenn das mal kein perfekter Start in den Tag ist!

Ein stimmigeres Ende für meine kleine Odyssee kann man sich fast nicht ausdenken: Vor wenigen Tagen startete ich meine konfuse Suchaktion nach dem 15.000sten Mitarbeiter. Gefunden habe ich am Ende gleich zwei von ihnen, dank vieler hilfsbereiter Kollegen, die mir mal wieder gezeigt haben: Nach außen mögen wir vielleicht ein Konzern sein – aber innen drin sind wir immer noch eine Familie, in der man sich ganz selbstverständlich gegenseitig hilft.

Et voilá, hier sind die beiden 15.000sten Mitglieder dieser Familie:

 

Der 31-jährige Noshalan Pillay studierte an der Durban Technikon University, bevor er seine Ausbildung bei Toyota Motors abschloss. Aus seiner bisherigen Karriere bringt er einiges an Branchen-Erfahrung mit. So war er bereits fünf Jahre bei South African Breweries (SAB) tätig: zuerst als Servicetechniker, später dann als Wartungsplaner. Bei Krones Südafrika setzt er nun sein umfangreiches Know-how als Project Manager ein. Als echter Macher und Do-it-yourself-Typ freut er sich darauf, im Krones Führungsteam mit anzupacken und unsere Kunden zu begeistern.

 

Aurelie Börmann hat an der TU München Chemie-Ingenieurwesen studiert und sammelte nebenbei Erfahrungen in Praktika bei Haribo und Airbus. Nach ihrem Master-Abschluss zog es sie für ein Jahr ins ferne Montreal, wo sie an der renommierten McGill University als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Zurück in Deutschland bewarb sich die gebürtige Wiesbadenerin bei Krones – mit Erfolg: Seit ersten Oktober unterstützt sie mit ihrem Know-how über Materialien und chemische Prozesse das Team Packaging Development and Consulting im Bereich Plastics Technology.

Noshalan und Aurelie, herzlich willkommen im Konzern! Wir freuen uns, dass ihr dazugehört und wünschen euch viele tolle Erfahrungen bei Krones!

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