4 Min. Lesezeit Radeln, Triathlon, Fußball – Sport als Ausgleich

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Radeln, Triathlon, Fußball – Sport als Ausgleich Menschen | | 20.02.2017 4 Min. Lesezeit

 

Den Ausgleich zum Job suchen viele im Sport – auch viele Kronesen. Einige davon treiben Sport jedoch auf eine bisschen extremere Art: außergewöhnlich, intensiv und ausdauernd. Schon während den Interviews merkte man den Sportlern die Begeisterung  an und sie ließ mich den ganzen Tag nicht mehr los. Hier stelle ich euch ein paar Kollegen aus dem Werk Neutraubling vor, für die Sport eine Art Lebensphilosophie geworden ist:

Vom Jakobsweg über die Alpen in den Bayerischen Wald

Manche laufen den Jakobsweg in Spanien – Monika Aschenbrenner ist ihn mal eben geradelt! Doch nicht nur das, sie radelt durch Istrien, nach Tschechien, mal auf Mallorca und manchmal auch einfach durch den Bayerischen Wald. Im Radsportverein Nittenau absolviert sie auch normale Trainingseinheiten – dreimal die Woche im Team mit verschiedenen Strecken – doch die wirklichen Herausforderungen liegen in den langen Touren. Während sie bei ihrer Arbeit im Vertrieb bei Krones permanent unter einem gewissen Termindruck steht, genießt sie es, beim Radfahren ihr eigener Chef zu sein. Ein bisschen sportlicher Ehrgeiz gehört aber schon auch dazu und so vergleicht man im Verein die Kilometerzahlen und kämpft spaßeshalber um jeden Einzelnen. Geradelt wird außerdem ganzjährig: ist die Rennrad- bzw. Straßensaison vorbei, wird auf das Mountainbike umgestiegen. Nebenbei treibt Aschenbrenner noch allerhand andere Sportarten: Von Laufen über Skifahren bis zu Tabata, einem hochintensiven Intervalltraining, ist alles dabei. Doch die Highlights sind die Touren in ganz Europa. Vor drei Jahren fuhr sie mit einer Freundin den Jakobsweg von Pamplona bis zum Ende (immerhin ganze 800 km) und lernte dabei das eigene Leben und die Freiheit, einen solchen Urlaub genießen zu können, auf eine ganz neue Art zu schätzen. Von ganz anderer Systematik ist ein Alpencross, der mit seinen Steigungen und Abfahrten enorme Herausforderungen an den Körper stellt. Zwei davon bewältigte sie schon, ein dritter über die Schweiz ist bereits in Planung. Wo andere die steilen Anstiege meiden, sucht sie die Herausforderung: einmal im Bergmodus, schafft sie jede noch so schwierige Steigung. Natürlich gehören auch wahre Genusstouren zu ihrem Repertoire ­– mit Freunden eine lange Tour von Biergarten zu Biergarten machen und einfach ratschen, radeln und genießen.

 

Wenn eine Sportart nicht reicht

 Laufen, Radfahren, Schwimmen – viele sind mit einer Disziplin schon bedient. Doch Markus Maier gehört nicht dazu, denn ihn reizt die Kombination aus allen drei. Entfacht wurde das Triathlon-Fieber bei ihm im Jahr 2010, als zum ersten Mal eine Langdistanz („IRONMAN“ ­– bestehend aus unglaublichen 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) in Regensburg veranstaltet wurde. Die Stimmung war so mitreißend, dass er sich noch am selben Abend für den IRONMAN im darauffolgenden Jahr anmeldete. Seitdem trainiert Markus Maier zwischen 10 und 12 Stunden in der Woche und absolviert neben der alljährlichen Lang- oder Mitteldistanz (Hälfte eines IRONMAN) über das Jahr verteilt ca. 10 weitere Wettkämpfe. Das sind auch mal kürzere Läufe, denn Markus Maier geht es in erster Linie um den Spaß am Sport und dessen positive Wirkung: „Wenn man Sport treibt, sich ausgewogen ernährt und geistig fit hält, verbessert man sein Wohlbefinden und seine körperliche Leistungsfähigkeit. “ Auch in seinem Job im Qualitätsmanagement der Krones AG spürt er diesen Aspekt und kann die Erfahrungen aus dem Sport in sein Tätigkeitsfeld miteinfließen lassen. Ein bisschen Ehrgeiz packt ihn dann natürlich schon ab und zu und so setzt er sich für die kürzeren Wettkämpfe durchaus eine Zielzeit. Bei einer Langdistanz steht allerdings nicht die Uhr im Fokus, denn „manche steigen aus dem Wasser und werden panisch, wenn sie ein paar Minuten über der angepeilten Zeit liegen und blockieren sich damit erst recht. Ich versuche natürlich, mich kontinuierlich zu verbessern, doch ohne mich dafür zu sehr unter Zeitdruck zu setzen.“ Seinen bislang schönsten IRONMAN lief Markus Maier auf Mallorca. Er reiste privat mit Freunden aus seiner Trainingsgruppe schon eine Woche vor dem Event an, um sich zu akklimatisieren, und genoss dann einen unvergesslichen Wettkampf.

 

Frauenpower im typischen Männersport

Als kleines Mädchen in der Jungenmannschaft – so begann Christina Kullas Fußballerkarriere. Mit zwölf Jahren wechselte sie dann zu den Mädchen, da die Sonderspielberechtigung bei den Jungs zu Ende war. Seit nun 22 Jahren steht sie jetzt für ihren Verein Perkam in Niederbayern regelmäßig auf dem Platz. Damit gehört Kulla, bei Krones als Sachbearbeiterin im Einkauf tätig, mittlerweile eher zu den Älteren. Doch unterschätzen sollte man sie keinesfalls: Topfit durch zusätzliches Lauftraining und taktisch erfahren durch jahrelange Präsenz auf dem Platz, bildet sie zusammen mit den anderen älteren Spielerinnen die perfekte Ergänzung zu den jungen, stürmischen Mädels. Zweimal wöchentlich Training, dazu Laufeinheiten und natürlich Spiele – es gehört einiges dazu, sich konstant in der ersten Mannschaft halten zu können, zumal Perkam seit Jahren in der Bezirksoberliga spielt. Einzig für die Geburt ihrer Tochter legte sie eine kurze Zwangspause ein, doch die Mädels auf dem Spielfeld fehlten ihr. Auch wenn der Alltag zwischen Job und Familie viel Zeit in Anspruch nimmt, legt Kulla Wert darauf, sich den Freiraum für ihren Sport zu schaffen: „Beim Fußball geht es nur um mich und mein Hobby. Ich bin allein auf das konzentriert, was auf dem Platz passiert, kann durchatmen und den Alltag für diese Zeit hinter mir lassen.“ Der Erfolg auf dem Platz und der Spaß mit ihren Mannschaftskolleginnen, mit denen sie auch privat gut befreundet ist, geben ihr Kraft und Energie für die alltäglichen Herausforderungen.

 

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