2 Min. Lesezeit Praxis hoch drei in Ostafrika

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Praxis hoch drei in Ostafrika Menschen | | 09.12.2015 2 Min. Lesezeit

Ja, ich gebe es zu. Ich habe zwei linke Hände. Das stelle ich auch immer wieder unermüdlich bei den verschiedensten Gelegenheiten unter Beweis. Ganz besonders merke ich das, wenn es darum geht, handwerklich zu arbeiten, etwas zu reparieren oder Maschinen zu bedienen. „Aha“, höre ich dann manchmal, „eine studierte“. Und mir liegt nichts ferner als über meine Bildung zu jammern, aber manchmal bekommt man in Unikursen eben doch nicht das praxistauglichste Wissen an die Hand.

Die fehlende Praxis, mit der manche Bewerber (selbst technischer Ausbildungsrichtungen) dann die Schule verlassen, bekommen auch die Ausbildungsleiter in Unternehmen beizeiten zu spüren. Das geht nicht nur Krones so, sondern scheinbar weltweit auch anderen Unternehmen aus verschiedenen Bereichen.

 

 

Drei dieser Unternehmen haben sich deshalb in Ostafrika zusammengeschlossen, um etwas gegen die fehlende Praxiserfahrung mancher Bewerber zu tun: Die Krones AG, Nairobi Bottlers Limited (Coca-Cola Sabco) und Centurion Systems haben gemeinsam ein sogenanntes „Centre of Excellence“ auf die Beine gestellt, in dem die Teilnehmer lernen das praktisch umzusetzen, was sie in Studium oder anderen Kursen in der Theorie schon gelernt haben.

Das Konzept ist dabei eigentlich ganz einfach erklärt: Alle Teilnehmer verbringen in jedem der drei Unternehmen einen Teil des Programms und werden dabei in verschiedenen Gebieten technisch ausgebildet – eben immer entsprechend der Schlüsselkompetenzen im jeweiligen Unternehmen.

Alle drei Firmen haben Niederlassungen und Trainingszentren in und um die kenianische Hauptstadt Nairobi herum, sodass die Teilnehmer keine zu weiten Strecken zurücklegen müssen – was die Kooperation mit Sicherheit erleichtert.

Im vergangenen September hat die erste Klasse das Programm begonnen, die nächsten ostafrikanischen Studenten und Techniker haben im September 2016 die Möglichkeit, dabei zu sein. Voraussetzung dafür ist ein sogenanntes „national diploma“.

Nach zwei Jahren haben die Teilnehmer dann die drei Blöcke durchlaufen und schließen das Programm mit einer offiziellen Abschlussprüfung ab. Nächstes großes Ziel ist jetzt die offizielle Akkreditierung der deutschen Außenhandelskammer (AHK), wie mir Wayne Kleynhans, der Projektmanager des Projekts in Ostafrika, in freudiger Erwartung erzählt. Danach geht es für die Absolventen dann ins echte Arbeitsleben – am liebsten natürlich gleich bei Krones oder Coca-Cola. Und das mit mehr als nur Theorie im Kopf. Sondern mit echter Praxiserfahrung bei der Hand.

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