2 Min. Lesezeit Never stop spinning: Rio 2016 in fünf Fragen

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Never stop spinning: Rio 2016 in fünf Fragen Menschen | | 29.08.2016 2 Min. Lesezeit

 

2010 fängt sie an, Leistungssport zu machen. 2011 holt sie ihren ersten Weltmeistertitel. 2012 dann Silber in London. 2016 geht der Flug nach Rio.

Egal wie sehr man sie zusammenkürzt, die sportliche Karriere von Denise Schindler ist und bleibt beeindruckend. Und das trotz wenig optimaler Voraussetzungen. Als Denise zwei ist, rutscht sie nämlich aus und gerät unter eine Straßenbahn; die Ärzte in Chemnitz nehmen ihr das rechte Bein knapp unterhalb des Knies ab, um sie zu retten. Jahrzehnte später steht sie, dank vieler Eingriffe in der Regensburger Uniklinik, wieder auf zwei „Beinen“, entdeckt das Radfahren für sich und ist nicht mehr zu stoppen.

„NEVER STOP SPINNING“ heißt ihr Motto – und das hat sie mittlerweile bis zu ihrer zweiten Paralympics-Teilnahme gebracht.

 

Kurz bevor der Flug nach Rio geht, nimmt sie sich noch die Zeit, mir fünf Fragen zu beantworten.

 

 

Denise, du hast erst relativ spät das Radfahren – und damit den Sport – für dich entdeckt. Wie hast du es geschafft, so schnell so weit zu kommen?

Das ist eigentlich ganz leicht zu beantworten. Ich habe einfach das gefunden, was meine Leidenschaft ist – und hab’ angefangen, am Rad zu drehen (lacht). Dann habe ich quasi nichts anderes mehr gemacht. Geplant war das nicht, es ist einfach so passiert.

 

Was gibt dir der Leistungssport, was du anderen Menschen mitgeben möchtest?

Der Sport an sich hat mich zu der Person gemacht, die ich bin. Sport kann zum Beispiel unglaublich ausgleichend wirken! Durch den Leistungssport habe ich gelernt, dass es immer Ups & Downs gibt – mal läuft es besser, mal schlechter. Und man ist nie perfekt, nie fertig. Ich arbeite immer weiter an mir selbst, sehe mich selbst als wandelndes Werk. Der Lohn dafür ist für mich zu sehen, wie viel eigentlich möglich ist! Es ist unglaublich, was dieses Wunderwerk Körper alles schaffen kann!

 

Was macht Olympia so besonders für dich? War das, als du mit dem Leistungssport angefangen hast, gleich dein Ziel?

Eigentlich schon ziemlich schnell, ja! Olympia ist einfach das absolute Highlight! Im Gegenteil zu jährlichen Weltmeisterschaften hat man nur alle vier Jahre die Chance, zu Olympia zu fahren. Das ist, gerade für einen Sportler, eine sehr lange Zeit! Da weiß man nie, wo man bis dahin steht, ob man fit ist, und so weiter. Auch dadurch haben die olympischen Spiele einen ganz eigenen Spirit! Das internationale, das Leben im Dorf – es ist wirklich ein Privileg dabei zu sein.

 

Was motiviert dich und treibt dich immer weiter an?

Ganz einfach, die Medaille!

 

Und was ist dein Ziel für Rio 2016?

Eine Medaille, klar! Und nachdem es in London schon die Silberne war, ist das Ziel jetzt natürlich schon Gold … da ist der Druck ganz minimal (lacht). Aber ganz ehrlich, jede Medaille bei den Spielen ist ein Traum.

Fotos: Oliver Kremer

 

Herzlichen Dank für die inspirierenden Einblicke, Denise, und viel Erfolg in Rio!

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