3 Min. Lesezeit Mountainbike, Kampfsport, Tauchen – Sport als Ausgleich

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Mountainbike, Kampfsport, Tauchen – Sport als Ausgleich Menschen | | 06.02.2017 3 Min. Lesezeit

 

Den Ausgleich zum Job suchen viele im Sport – auch viele Kronesen. Einige davon treiben Sport jedoch auf eine bisschen extremere Art: außergewöhnlich, intensiv und ausdauernd. Schon während den Interviews merkte man den Sportlern die Begeisterung  an und sie ließ mich den ganzen Tag nicht mehr los. Hier stelle ich euch ein paar Kollegen aus dem Werk Neutraubling vor, für die Sport eine Art Lebensphilosophie geworden ist:

Die tägliche Schlammschlacht

Sich durch unwegsames Gelände kämpfen, teils mehr als 3000 Höhenmeter überwinden, in Matschlöchern versinken, gewaltige Anstiege sowie rasante Abfahrten bezwingen – und all das auf nur zwei Rädern! Was sich für die einen wie der größte Alptraum anhört, bedeutet für Andreas Pfenning das schönste Hobby der Welt: Mountainbike fahren.

Begonnen hat er damit vor ungefähr sieben Jahren mit einem schlechten Rad und kaum Erfahrung. Doch der Ehrgeiz war umso größer und so versuchte er sich bald an seinem ersten Rennen – und belegte prompt den letzten Platz. Wo so manch einer aufgegeben hätte, begann für ihn erst recht die Herausforderung. Er trat dem Radteam DOWE Sportswear bei, fing an sein Training zu professionalisieren und sein Equipment anzupassen. Dass Radsport keine billige Angelegenheit ist, dürfte weithin bekannt sein. Besonders Profis genießen deshalb einen entscheidenden Vorteil: Sie werden gesponsert. „Die brettern die Abfahrten ohne Rücksicht auf Verluste runter. Material wird jederzeit vom Sponsor ersetzt und bei körperlichen Blessuren wartet kein normaler Fulltime-Job, der angetreten werden muss.“, sagt Pfenning dazu. Doch besonders für ihn als Führungskraft (er ist Gruppenleiter in der Transporttechnik) stellt es eine wichtige Eigenschaft dar, Risiken richtig einschätzen zu können. Er sieht deshalb den Sport nicht nur als Ausgleich zum Job, sondern auch als wichtige Ergänzung mit vielen Parallelen zur Arbeit. Sowohl im Radsport, als auch im Job unterscheide man das Tages- vom Jahresziel. Es gebe immer kurzfristige Herausforderungen, wie das nächste Training und das Alltagsgeschäft in der Arbeit, doch diese finden sich im Rahmen eines großen Gesamtziels wieder. Obwohl das Team aus einzelnen Charakteren besteht, die individuelle Beiträge leisten, zählt sowohl im Sport als auch im Job am Ende die Mannschaftsleistung. Zudem sind in beiden Bereichen der „totale Fokus“, Ehrgeiz, Konsequenz und Durchhaltevermögen der Schlüssel zum Erfolg.

Warum der beste Kampfsportler den Kampf meidet

Den Kampf meiden? Das klingt nicht nach hartgesottenem Kampfsportler – zunächst. Denn für Raimund Zollner gehört noch einiges mehr zu diesem Sport, als einen kräftigen Schlag landen zu können. Doch zurück zum Anfang: Zollner begann schon vor 26 Jahren mit dem Kampfsport, hauptsächlich Taekwon-Do und Kickboxen. 10 Jahre später gründete er mit einer Handvoll Leute in Regensburg-Kumpfmühl zur Jahrtausendwende eine eigene Schule, 2005 folgte die nächste in Schierling. Doch die Doppelbelastung erwies sich bald als zu viel, denn mit zwei Schulen verdoppeln sich nicht nur Trainingsanzahl und Mitglieder, sondern auch der organisatorische und bürokratische Aufwand. Er zog sich daher aus Kumpfmühl, wo er als Vorstand tätig war, zurück und schenkte seine komplette Aufmerksamkeit der Schule in Schierling. Jemanden im Kampfsport ausbilden – da gehört einiges dazu. Nicht nur die körperlichen Aspekte wie die richtige Technik, Grundlagenausdauer, Kraft und Koordination müssen erlernt werden, sondern auch Disziplin, Respekt und Selbstkontrolle. Ein guter Kämpfer weiß seine Fähigkeiten und das Risiko richtig einzuschätzen – und meidet im Ernstfall lieber einen Kampf als unnötig Schaden anzurichten. Besonders im Taekwon-Do spielen traditionelle Werte eine große Rolle. Deren Erhalt und Weitergabe sieht Zollner als eine zentrale Aufgabe des Trainers, der sich unterschiedlicher Methoden bedienen muss. Je nach dem individuellen Charakter seines Schülers, muss er eine andere Herangehensweise wählen. Zollner sieht dabei viele Kompetenzen, die auch in der Arbeitswelt eine wichtige Rolle spielen. Verantwortung übernehmen, Strukturen einführen, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen – Eigenschaften, die sowohl im Job als auch in seiner Rolle als Trainer und Vereinsleiter zählen. Beides profitiert also gegenseitig voneinander und die sportliche Aktivität selbst hilft Zollner, der schon bei Krones gelernt hat und jetzt in der Fertigung der Maschineninstandsetzung tätig ist, nicht nur über viele Probleme hinweg, sondern auch dabei, sich einfach mal auszutoben.

Ein wahres Hai-light

Für Birgit Hahn, bei Krones im Innendienst tätig, ist von Outdoor Fitness über Mountainbiking bis hin zum Skifahren alles dabei.

 

Beim letzten Tauchurlaub hatte sie außerdem ein Erlebnis der besonderen Art!

 

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