2 Min. Lesezeit Lichtzauber in der Krones Halle

Navigation

Sonstige

Sprachauswahl

Lichtzauber in der Krones Halle Menschen | | 27.11.2017 2 Min. Lesezeit

Stockfinster ist es, als zwei Autos auf das Werksgelände einfahren. Als dann vier dunkel gekleidete Menschen aussteigen und anfangen, diverse Taschen, Boxen und Geräte auszuladen, könnte man misstrauisch werden. Muss man aber nicht – denn die vier sind nicht da um Unruhe zu stiften, sondern um Bilder zu machen.

Sie nennen sich „amazinglighters“, und sie machen Lightpainting – also quasi Kompositionen mit Licht. Damit haben Christian Hafner, Stefan Ettl und Johann Kräh im Frühjahr diesen Jahres angefangen, seit Sommer werden sie durch Bettina Hottner unterstützt. Begonnen hat alles damit, dass sich Christian und Stefan bei Krones kennengelernt haben. Schnell sind sie auf ihr gemeinsames Hobby – die Fotografie – gekommen. Und dann war es nicht mehr weit bis zum ersten gemeinsamen Lightpainting im Winter 2013. Christian und Stefan waren auch die Initiatoren des Nachteinsatzes bei Krones – schließlich fühlt sich Christian seit 27 und Stefan seit 11 Jahren auf dem Gelände in Neutraubling heimisch. Hans arbeitet im Krankenhaus St. Josef, Bettina daneben im Labor Synlab, auch für sie ist Fotografie also „nur“ ein Hobby.

 

Wobei Hobby sich weit dilettantischer anhört als das, was ich letzte Woche auf dem Werksgelände erlebt habe. Denn die vier sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden – das bezeugen die Bilder und Christian: „Wenn wir uns jetzt unsere ersten Bilder anschauen, dann sehen wir erst, wie sich unsere Möglichkeiten und Ergebnisse verändert haben. Damals haben wir viel noch nicht gewusst und ganz anders gemacht.“ Das Grundprinzip ist aber gleich geblieben: Unter Langzeitbelichtung „zeichnen“ die amazinglighters mit verschiedenen Lichtquellen in die Dunkelheit. Währenddessen decken sie immer wieder das Kameraobjektiv ab – so kann sich der dunkel gekleidete Zeichner neu positionieren und das Bild um noch ein Lichtelement ergänzen. Es kommt allerdings nicht nur auf die Kreise, Spiralen und Strahlen aus Licht an, sondern auf das Gesamtbild.

Da kommt neben dem passenden Hintergrund auch Bettina ins Spiel, die in vielen Bildern im Mittelpunkt steht und beeindruckend lange in eleganten Posen komplett still steht – wobei ihr sicherlich die langjährige Erfahrung als ambitionierte Salsa-Tänzerin hilft. Bis zum perfekten Ergebnis braucht es allerdings ein paar Anläufe, da helfen auch Teamarbeit und Übung nichts. Photoshop übrigens auch nicht, nachbearbeitet wird nämlich so wenig wie möglich – und dazu gemalt wird auf keinen Fall. Wenn dann die Belichtung stimmt, das Timing des Licht-Zeichners gepasst hat und kein Lkw durchs Bild gefahren ist, kann das Ganze so aussehen:

 

Ihren Arbeitsplatz bei Krones haben Inbetriebnehmer Christian und Programmierer Stefan zusammen mit ihren Licht-Kollegen auch noch ausgeleuchtet. Und schon während die Aufnahmen vor Füllern und Röhrenwärmetauschern entstanden sind, haben sie neue Pläne geschmiedet und Locations für die nächsten Aufnahmen gesammelt. An Inspiration für zukünftige Aufnahmen scheitert es wirklicht nicht, denn wie Stefan so schön sagt: „Ideen hätt ma scho, Zeit bräucht ma halt.“

 

Artikel teilen

Alle mit (*) markierten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden