3 Min. Lesezeit Die Geschichte des ersten Mitarbeiters

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Die Geschichte des ersten Mitarbeiters Menschen | | 08.06.2015 3 Min. Lesezeit

Wenn man ihm gegenüber sitzt, käme man nie auf die Idee, dass er der erste Mitarbeiter im Krones-Werk Taicang in China war. Er erscheint so unscheinbar, ein wenig schweigsam und mit einem ruhigen Sinn für Humor – ab und zu lächelt er ein bisschen. Sein größter Wunsch steht im Gegensatz zu seinem authentischen und hartnäckigen Charakter: sein Ziel ist ein friedliches und erfülltes Leben.

Anfang 2004 bestand Krones Taicang lediglich aus einer kleinen Grundstücksparzelle auf dem Reißbrett des Industriegebiets von Taicang. Nicht viel mehr als ein mit einer gepunkteten Bleistiftlinie umrissener Flecken auf der Landkarte. Doch im Unternehmen mit Tausenden von Beschäftigten in Deutschland ließ man es darauf ankommen und entschied, zur Erschließung des chinesischen Marktes ein Werk in Taicang zu errichten. Mitte 2004 war die Infrastruktur des Werks im Prinzip komplett, und im August 2004 wurde der erste Mitarbeiter für das Werk Taicang eingestellt: Chen Wenhao. Schon während seines Studiums arbeitete er immer wieder für Krones und konnte so nach dem Abschluss eine Stelle bei Krones antreten. Im November 2004 schlossen die von der deutschen Zentrale entsandten Ingenieure die Inbetriebnahme der neuen Anlage ab und wiesen der ersten Gruppe von Mitarbeitern ihre Tätigkeiten zu. So erhielten insgesamt ein Dutzend Beschäftigte eigene Aufgaben und Zuständigkeiten. Zu dieser Zeit startete Chen Wenhao seine Berufslaufbahn. Er wurde zur Bedienung einer Fräsmaschine eingeteilt, die für die Be- und Verarbeitung von Ausrüstungen und Teilen verschiedenster Art mit einem Konturenfräser eingesetzt wird. Da die Auftragsbücher damals noch nicht ausgelastet waren, führte er fast die gesamte Arbeit alleine aus. Die einfache Tätigkeit erforderte dennoch Sorgfalt und Präzision. Der strebsame und junge Chen Wenhao füllte die Position drei Jahre lang mit Bravour aus.

In diesen Jahren wuchs Krones Taicang von einem Team mit einem Dutzend Beschäftigten zu einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern heran und investierte in der Folge in den Aufbau neuer Anlagen. Aus einem einzelnen Gebäude entstand ein kleines Werk mit vielen Abteilungen. Inzwischen arbeitet Chen Wenhao seit elf Jahren für Krones. Während dieser Zeit wurde er fünf Mal nach Deutschland geschickt, um sich Kenntnisse über neue Maschinen und Technologien anzueignen. Am Anfang einfacher Fräser, heute Anlagenführer – Chen Wenhao ist mit Krones gewachsen.

 

Bei Krones Taicang hört jeder neue Mitarbeiter Wenhaos Namen von den älteren Kollegen. Nicht weil er für andere etwas Besonderes ist oder den Titel „Erster Mitarbeiter“ trägt. Jeder Interessierte fragt ihn nach den Anfängen von Krones Taicang oder wie sich das Werk zu seiner heutigen Größe entwickelt hat. Die Menschen sind stets an der Unternehmensgeschichte interessiert, deren Teil sie sind. Chen Wenhao erzählt ihnen dann von den alten Zeiten bei Krones. Sein Lächeln und die Fotos von ihm an seinem Arbeitsplatz sind auch in unseren Magazinen, Broschüren und Postern präsent. Manchmal wird er als „Allround“-Mitarbeiter bezeichnet: von der Teilefertigung über die Montage von Maschinen bis zur Bedienung des Gabelstaplers – er kann alles. Und wenn jemand nicht weiter weiß, ist er stets zur Stelle, um zu helfen. Außerdem verbindet ihn noch ein anderes Band eng mit Krones.

Chen Wenhao Wu Ting

Wu Ting kam im Mai 2006 zu Krones. Sie lernte Chen Wenhao bei der Arbeit kennen und heiratete ihn. Wenn man sie nach ihrer Beziehung fragt, antwortet sie mit einem Lächeln, dass ihre Liebe ruhig und einfach statt stürmisch war. Vielleicht ist dies die friedliche und ausgefüllte Stimmung und der Lebensstil, den sich jeder Chinese wünscht. Neben der täglichen Arbeit verbringt das Paar seine Freizeit mit der Familie. Die ältere Tochter ist nun sieben Jahre alt und kommt bald in die Grundschule. Und es gibt noch mehr Erfreuliches zu berichten, denn Wu Ting erwartet derzeit ihr zweites Kind. Ein weiterer Anlass für große Hoffnungen, genau wie das neue Werk von Krones – eine Investition in die Zukunft!

 

 

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