4 Min. Lesezeit Trainee at fair: 8 Auszubildende, 8 Fragen
 an Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG

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Trainee at fair: 8 Auszubildende, 8 Fragen
 an Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG Events | | 22.10.2014 4 Min. Lesezeit

1. Was ist für Sie ein normaler Arbeitstag? Wie ist Ihr Tagesablauf?

Ich bin meistens zwischen 7 und Viertel nach 7 da und schaue erst einmal meine E- Mails an. Dann gehe ich von halb 8 bis Viertel nach 9 in den Betrieb, also in die verschiedenen Hallen – natürlich nicht jeden Tag die gleiche Runde – und spreche mit Mitarbeitern. Ab und zu steht auch schon in der Früh etwas Anderes an. Von viertel nach 9 bis halb 11 ist dann Vorstandssitzung. Danach mache ich mit meiner Assistentin meine Post und erledige Telefonate. Mittags esse ich entweder mit Kunden; aber ich wohne auch gleich in der Nähe, da kann ich manchmal auch schnell heimfahren.

Nachmittag sind dann Treffen mit Kunden oder Besprechungen, Sitzungen, Workshops, oder was sonst so ansteht. Das zieht sich dann bis abends. Mein Sohn hat mich auch schon gefragt, was ich den ganzen Tag mache. Dann habe ich gesagt: Eigentlich nur reden und telefonieren. Das ist die Haupttätigkeit.

2. Wie oft können Sie „abschalten“, ohne daran denken zu müssen, welche große Verantwortung Sie haben? Und was machen Sie am liebsten, um abzuschalten?

Trainee at fairWenn man den ganzen Tag an die Verantwortung denken würde, dann würde man es nicht lange aushalten. Das wäre sicherlich erdrückend. Und deshalb denke ich nur ab und zu an die Verantwortung. Abschalten kann ich immer noch gut. Am Abend wenn ich heimkomme, kann ich zu 90 Prozent gut abschalten. Und am Wochenende kann ich auch voll abschalten.

Am Motorrad basteln oder Motorrad fahren. Das ist mein Ausgleichssport: Dass man sich ein bisschen handwerklich betätigt und dass man sieht, was ich gemacht habe. Außerdem spiele ich schon seit 10 Jahren Flöte. Das macht mir Spaß und ist eine Herausforderung für das Gehirn. Takt, Noten lesen, Fingerfertigkeit, Atemtechnik – das muss ja alles koordiniert laufen.

3. Welche Ziele hatten und haben Sie in Ihrer Karriere?

Ich habe immer Ziele, die erreichbar sind. Ich setze mir keine Wolkenkuckucksheim- Ziele, sondern Ziele, die erreichbar sind. Das habe ich eigentlich schon mein ganzes Leben so gemacht. Und ich habe einfach die Verantwortung und die Aufgabe, das Unternehmen mit den Kollegen im Team so zu führen, dass Krones erfolgreich ist, dass Krones wächst, dass die Mitarbeiter genügend Arbeit haben. Und dass die Aktionäre froh sind, wenn außer Arbeit auch noch ein bisschen übrig bleibt. Das ist mein Ziel: Das Unternehmen weiter zu entwickeln.

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4. Was ist Ihre Lieblingsmaschine von Krones?


Die Ergomatic Etikettiermaschine, die Ergomodul. Das ist eine grandiose Maschine.

5. Wann und welches war Ihre erste Messe?

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wann das war – ich glaube, irgendwann in den 60er Jahren. In dieser Zeit war ich als Junge bei der drinktec in München. Und danach am Oktoberfest! Die drinktec habe ich noch in Erinnerung, das hat mich natürlich alles sehr beeindruckt.

Aber ich war schon relativ früh und oft auf Messen dabei. Mein Vater hat mich immer mitgenommen, auch auf europäische Messen. Bei der Gelegenheit hat man auch einige Städte ein wenig kennengelernt.

6. Nach welchen Kriterien wird entschieden, welche Exponate auf der Messe ausgestellt werden?

Trainee at fairDas hängt mit der Innovation zusammen. Eine Messe wie die Brau in Nürnberg hat eine gewisse Zielgruppe. Und diese Zielgruppe ist der Mittelstand, das sind also kleinere Brauer, Getränkehersteller, Wasserhersteller – was nicht heißt, dass nicht auch „ganz Große“ dabei sind. Aber die Hauptzielgruppe ist dann auch ausschlaggebend für die Exponate.

Und dann überlegen wir uns, was für die jeweilige Messe interessant ist. Es gibt auch immer Modetrends, Themen, die bei den Brauern durch die Branche gehen. Die Getränkedose zum Beispiel ist jetzt wieder Thema, vor allem außerhalb Deutschlands. Oder dass man den Bediener mehr im Fokus hat, wie bei unserer Etikettiermaschine Ergomodul. Etwa im Hinblick auf leichtere Garniturenteile und gute Bedienbarkeit. Das sind Themen, die unsere Innovation bestimmen. Und solche Exponate stellt man dann auch aus.

Oder nehmen wir als Beispiel Evoguard, unser Ventilprogramm. Das muss auf solchen Messen auch präsentiert werden. Denn wir können ja nicht davon ausgehen, dass jeder weiß, dass Krones jetzt auch Ventile anbietet. Da gibt es immer wieder welche, die das erstaunt feststellen – obwohl wir das schon seit fünf Jahren machen.

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7. Werden Sie auch auf der BrauBeviale 2014 vor Ort sein? Wenn ja, was ist Ihre Aufgabe auf der Brau?

Ja, ich werde alle drei Tage vor Ort sein. Dort gehe ich auf die Eröffnungsveranstaltung, ich bin ja auch im Ausstellerbeirat. Und ich spreche mit Kunden, denn viele kenne ich. Und die Kunden nutzen natürlich auch die Gelegenheit, vorbeizuschauen und „Hallo“ zu sagen. Der wesentliche Zweck der Messe ist, mit Kunden zu sprechen.

8. Was halten Sie von unserem Projekt „Trainee at Fair – we take care“?

Das ist ein tolles Projekt. Damit kriegt ihr auch den wirklichen Kundenkontakt. Denn seine Arbeit im geschützten Raum zu machen ist eine Geschichte, aber vor dem Kunden zu stehen und sich dort zu bewähren, ist noch einmal etwas Anderes. Ich denke, eine Messe ist eine gute Gelegenheit, in eine Kunden-Lieferanten-Beziehung hinein zu schnuppern. Zu sehen, wie sich Krones präsentiert und wie sich die Konkurrenz darstellt, ist eine gute Geschichte.

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