4 Min. Lesezeit Trainee at fair: 8 Auszubildende, 8 Fragen
 an Rainulf Diepold, Vorstand Vertrieb und Marketing

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Trainee at fair: 8 Auszubildende, 8 Fragen
 an Rainulf Diepold, Vorstand Vertrieb und Marketing Events | | 29.10.2014 4 Min. Lesezeit

1. Was ist für Sie ein normaler Arbeitstag? Wie ist Ihr Tagesablauf?

Ich glaube, es ist besser, auf meinen Wochenablauf zu schauen. Mein Wochenablauf sieht so aus: Ich bin im Schnitt circa zwei Tage hier im Haus. Drei Tage in der Woche, oft auch inklusive Wochenende, bin ich im Ausland unterwegs und treffe Kunden. Bei großen Verhandlungen bin ich mit aller Leidenschaft und Lebendigkeit dabei. Zum Beispiel bei Neuauftragsverhandlungen, bei Vertragsverhandlungen wie etwa Garantie-Diskussionen, bei Reklamationsverhandlungen oder finalen Verhandlungen. Wenn es Streitereien gibt, ist es meine Aufgabe, Frieden zu stiften.

Die zwei Tage, an denen ich hier im Haus bin, sind immer sehr lebendig. Denn natürlich sind dann viele administrative Sachen zu tun, wie zum Beispiel Planung oder Personal – alles muss in relativ kurzer Zeit erledigt werden.

2. Wie können Sie „abschalten“, ohne daran denken zu müssen, welche große Verantwortung Sie haben? 

Trainee at fairIch glaube, das funktioniert hier im Vertrieb und insgesamt in der ganzen Krones AG deswegen, weil wir auf eine gute Mannschaft zurückgreifen können und ein gutes Team sind. Das ist das, was am beruhigendsten wirkt. Man weiß, man hat nicht nur Mitarbeiter: Man hat Kameraden, man hat Partner bei Krones, mit denen man das Tagesgeschäft gut meistern kann. Das beruhigt und hilft, diese Verantwortung und diesen Druck zu nehmen. Durch die Mannschaft habe ich Rückendeckung. Es gibt keine Ein–Mann–Show, sondern wir sind ein Team.

3. Welche Ziele hatten und haben Sie in Ihrer Karriere und allgemein im Leben?

Erst einmal will ich ein glücklicher und zufriedener Mensch sein. Das ist das erste Ziel, das ich habe. Und ich habe gelernt, dass man auch mal rückwärts schauen sollte und zufrieden sein soll, was man alles erreicht hat und was einem das Leben für eine Chance gegeben hat.

Das Hauptziel ist eigentlich, dass die Firma Krones, die Mitarbeiter von Krones, hier eine zukunftsträchtige und zukunftsfähige Firma haben. Dass wir das an die nächste Generation so weitergeben können, was wir von der Generation vorher bekommen haben. Daran liegt mir sehr viel.

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4. Was ist Ihre Lieblingsmaschine von Krones?

Ich habe eigentlich keine Lieblingsmaschine. Denn beim Kunden verkaufen wir ja nicht mehr nur eine Maschine. Eine Maschine ist eine Funktion. Wir verkaufen aber nicht nur eine Maschine an sich, wir verkaufen komplette Lösungen. Und deswegen ist mir nicht eine spezielle Maschine, sondern eine funktionierende Lösung am liebsten. Am liebsten mag ich eine schlüsselfertige Brauerei. Ich bin Fan einer schlüsselfertigen Brauerei, und vielleicht schaffen wir es auch noch, schlüsselfertige Milchfabriken zu verkaufen.

5. Sind Messen für Sie zum „Alltag“ geworden, oder ist doch noch jede einzelne Messe etwas Besonderes?

Trainee at fairNein, Alltag ist eine Messe definitiv nicht. Messen sind wichtig, sie sind natürlich In- formationsträger und zeigen, was so läuft bei Krones. Das ist das Eine. Bei uns haben Messen noch einen anderen Charakter erreicht: das ist der von Kommunikationsmessen. Vor allem bei der Nürnberger Messe ist diese Eigenheit einer Kommunikationsmesse stark ausgeprägt. Hier treffen Menschen aufeinander und nutzen die Plattform. Auf der Messe ist immer was los, es ist immer lebendig. Da steht man immer unter Strom, das ist sehr schön – da hat der Tag 24 Stunden. Ich hoffe, dass dieses Fieber auch auf Euch einmal abfärbt!

6. Welches Exponat der Brau 2014 gefällt Ihnen am besten?

Lieblingsexponat habe ich eigentlich keines. Das liebste an Messen sind mir Kunden, die da sind und sich wohlfühlen. Das ist das Wichtigste, was ich für eine Messe brauche. Was auf der Nürnberger Messe oft Spaß macht: Ihr wisst ja, in Bayern gibt es sehr viele kleine Brauereien. Da kann es schon einmal vorkommen, dass ein 85 Jahre alter Brauereibesitzer auf die Messe geht und eine Etikettiermaschine kauft. Und das hat er in der Früh noch nicht gewusst, dass er heute eine Etikettiermaschine kaufen wird.

Es gibt also auch auf der Messe, speziell auf der Nürnberger Messe, spontane Käufer, spontane Entscheidungen. Darum ist es wichtig, dass wir hier diesen vielen kleinen Brauereien allen eine Plattform bieten.

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7. Welche Erwartungen haben Sie an die BrauBeviale 2014?

Die Brau ist ja weitestgehend eine Biermesse. Bier, das sieht man zwar in Deutschland nicht so sehr, hat aber insgesamt eine große Renaissance erlebt. Es wird wieder wesentlich mehr Bier getrunken. Bier ist viel attraktiver geworden. Das sieht man vor allem in Amerika. Dort gibt es sehr viele Craft Brewer. Wir verkaufen im Jahr fast 21 Einheiten an kleine Craft Brewer in Amerika!

Immer neue Geschmäcker und neue Farben – da tut sich etwas. Es gibt nicht mehr nur immer das gleiche Bier, das schon der Großvater getrunken hat. Bier hat eine neue Lebendigkeit erreicht. In vielen Ländern, speziell in Amerika oder Spanien, stelle ich fest, dass es eine neue junge Bierkultur gibt.

Trainee at fairDas sind Leute in Eurem Alter, die das neue Bier und die neuen Geschmacksrichtungen entdecken. Bier ist ein Handwerk, nicht nur Industrie. Und jetzt kommen die neuen Brauer, sie kriegen immer neue Geschmacksstoffe.

Ich erwarte mir von der Brau, dass der Funke dieser Bierkultur, der im Ausland schon sehr fruchtbar ist, und diese neue Lebendigkeit nach Bayern kommen. Und vielleicht hilft die Messe, dass die bayerischen Brauer das ein bisschen lernen. Das hätte natürlich für uns wieder den Vorteil, dass mehr Maschinen verkauft werden.

8. Hat Krones einen klaren Vorteil zur Konkurrenz, und wenn ja, worin besteht unsere Stärke?

Ja, haben wir erheblich. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass Krones als Komplettanbieter, als kompletter lösungsorientierter Anbieter auftritt. Ich muss nicht nur eine Etikettiermaschine verkaufen. Ich kann einen Kunden, etwa eine Brauerei, allumfassend behandeln: Von der Rohfruchtannahme, also der Malzannahme, über die Wasseraufbereitung, den Prozess und die Abfüllanlage bis in die Logistik – und dann oben drauf die passende Software.

Wenn ein Kunde kommt und einen Eimer Leim braucht, bekommt er diesen bei uns. Und wenn der Kunde sagt, er brauche eine neue Brauerei, dann kriegt er diese auch – schlüsselfertig. Wir haben also natürlich den Vorteil, dass wir den Kundenbedarf komplett abdecken können. Vom Leim über’s Etikett bis zur schlüsselfertigen Brauerei – alles, was der Kunde braucht, kann er bei uns kaufen.

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