2 Min. Lesezeit Das Produktionsumfeld von morgen auf der CeBIT

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Das Produktionsumfeld von morgen auf der CeBIT Events | | 11.03.2014 2 Min. Lesezeit

Dass Krones auf den internationalen Plattformen der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie vertreten ist, wissen die Kunden. Die Präsenz auf der CeBIT ­–  der weltweit wichtigsten Veranstaltung der digitalen Wirtschaft – dagegen ist neu. Ein gemeinsames Projekt zu Industrie 4.0 mit Microsoft war der Auslöser dafür. Krones hat darin zusammen mit Microsoft ein Konzept erarbeitet, wie eine industrielle Kommunikationsplattform mit Echtzeitvernetzung zwischen Anlagenbetreiber und Anlagenhersteller in Zukunft aussehen könnte.  So entstand die Idee das Ergebnis in einem Showcase am Stand von Microsoft auf der CeBIT zu zeigen. Der Showcase passt perfekt zu dem diesjährigen Motto der Messe. Im Mittelpunkt stehen die Topthemen Industrie 4.0 und Datability, die Fähigkeit große Datenmengen intelligent und gleichzeitig verantwortungsvoll zu nutzen. Wir haben uns im Blog mit Ottmar Amann, dem Verantwortlichen des Projekts, unterhalten.

Herr Amann, warum ist Industrie 4.0 auch ein Thema für Krones?

Der Markt fordert einerseits kontinuierliche Steigerung von Effizienz und Flexibilität in der Produktion und auf der anderen Seite steht der Anspruch unserer Kunden an hohe Qualität, aber auch Komplexitäts- und Kostenreduzierung. Maschinentechnologie alleine kann das nicht alles abdecken. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit diesem Thema. Was wir zusätzlich brauchen, sind innovative IT-Lösungen und Techniken, die vorhandenes Wissen und existierende Datenquellen mit den Produktionsanlagen im laufenden Betrieb in Verbindung bringen. Wir wollen diese Informationen sozusagen verheiraten und unseren Kunden in Echtzeit zur Verfügung stellen.

Der Showcase – Zukunftsthema oder bereits im Angebot für die Kunden?

Nein – wir bieten zwar unseren Kunden schon viele IT-basierte Applikationen, aber der Industriestandard 4.0 bewegt sich hier doch noch in einer anderen Liga, in der übrigens noch keiner spielt. Alle sind noch in der Entwicklung und Vorbereitung. Aber wir denken bereits heute darüber nach, was eine solche Kommunikationsplattform beinhalten müsste, um auch in Zukunft die Betreiber von Getränkeherstell- und -abfüllbetrieben mit intelligenten Lösungen unterstützen zu können. Der Showcase, den Krones gemeinsam mit Microsoft vorstellt, zeigt das auf.

Wie muss man sich denn diese Kommunikationsplattform vorstellen?

Kommuniziert wird dabei in alle Richtungen. Gezeigt werden Beispiele der horizontalen und vertikalen Vernetzung und Interaktion von Menschen, Maschinen und Anlagen. Maschinen lernen und optimieren sich selber und wertvolle Herstellerinformationen werden direkt an den Ort des Geschehens adressiert, wo sie benötigt werden.

 

Sie sprechen hier von Herstellerinformationen. Damit meinen Sie bestimmt nicht die klassischen wie etwa Betriebsanleitungen?

Das sind punktgenaue und vorausschauende Informationen. So werden z. B. Handlungsempfehlungen für Anlagenzustände, Wartungen, aber auch Störungen in Echtzeit gegeben, die aus Erkenntnissen von Massendaten und Beziehungswissen generiert wurden. Berücksichtig werden zudem Personen- und Rollenkonzepte. So bekommt jeder die Informationen, die er benötigt, und kann sich effektiv mit seinem „Gegenüber“ austauschen. Und das zu jeder Zeit.

Sie sagten eingangs, dass innovative Maschinentechnologie alleine nicht die Antwort auf die Dynamik im Markt und den Anspruch der Anlagenbetreiber nach Flexibilität, Kosten- und Komplexitätsreduzierung sein kann. Ist die Antwort Industrie 4.0?

Industrie 4.0 ist nur die konsequente Weiterentwicklung. Benötigt wird beides. Krones verfolgt das Ziel, weit über die Maschinentechnologie hinaus, auch in Bezug auf Produktivität, Vernetzung und Flexibilisierung von Produktionsstätten, einen Mehrwert für die Anlagenbetreiber zu schaffen. Und ich denke, da sind wir gut unterwegs.

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