Azubis bauen ein Exponat für die drinktec 2013

Im Juni kam Herr Gschrey aus der Abteilung „FuE Automatisierung“ mit einem besonderen Anliegen zu uns in das Ausbildungszentrum. Es ging um eine Sonderanfertigung, ein Messeexponat für die drinktec 2013 in München. Der Aufbau dieses Exponats passte thematisch und terminlich sehr gut in unsere derzeitigen Tätigkeiten, deshalb haben uns unsere Ausbilder diesem besonderen Projekt zugeteilt.

Der Projektleiter des Exponats, Herr Gschrey, versammelte zu Beginn die ganze Mannschaft in unseren großen Besprechungsraum und erklärte uns seine Vorstellungen über das Exponat: es sollte ein Gebläse aufgebaut werden, das in einer senkrechten Röhre einen Ball auf einer bestimmten Höhe halten kann. Die Höhe des Balls sollte mit einer Laser-Sonde gemessen und das Gebläse mit einer Steuerung programmiert werden. Die Höhe des Balls und die Gebläseleistung sollen wiederum über eine neue Remote Service Software aus der Ferne überwacht werden können.

Bereits im Laufe der ersten Diskussion konnten wir auch unsere eigenen Ideen und Vorschläge einbringen und besprechen. Nach der Klärung ging es an die Umsetzung und an die ersten Versuche. Aus zahlreichen Tests, einen Ball mit Hilfe eines Gebläses in der Luft zu halten, entstand bald eine bessere Idee. Wir könnten doch statt des Balls eine Krones-Flasche schweben lassen. Der Prototyp war schnell in einem stabilen geregelten Zustand. Allerdings war von einer messetauglichen Darbietung noch nicht zu sprechen.

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Doch mit dem Zeitpunkt, zu dem das Podest bereitgestellt war, wurde am Aussehen und an der Platzierung der Komponenten gefeilt. Aus den Vorstellungen von Herrn Gschrey zeichneten wir die ersten Entwürfe. Im Bild erkennt man, wie wir das Rohr und den Gebläsefilter möglichst optimal positioniert haben. Mit Bleistift-Skizzen haben wir gemeinsam an der Platzierung der weiteren Komponenten gearbeitet. Nach reichlichen Überlegungen und Änderungen unserer Entwürfe legten wir uns auf das beste Konzept fest.

Alle einzelnen Komponenten, wie zum Beispiel das Plexiglasrohr oder die Filterabdeckung, haben wir selbst entworfen, und die Konstruktionszeichnungen in unserer Produktionsfertigung zum Schneiden, Biegen und Polieren in Auftrag gegeben. Besonders knifflig war die Forderung von Herrn Gschrey, alle Teile ohne sichtbare Schrauben zu montieren. So haben wir uns für alle Bauteile eine Lösung überlegt, damit jede Komponente von oben durch das Podest gesteckt  und dann von unten an die Platte geschraubt wird. Nach und nach hat das Exponat immer mehr den Eindruck eines Messe-Schaustücks erhalten.

Nach dem mechanischen Aufbau haben wir die elektrische Verkabelung durchgeführt. Die einzelnen Bauteile wurden elektrisch miteinander verbunden und nacheinander in Betrieb genommen. Zuletzt wurde von weiteren Kollegen aus der FuE die Automatisierungssoftware in die Steuerung eingespielt. Einige Tests und viel Feinarbeit waren dann nötig, um die tanzende Flasche in ein schön funktionierendes Objekt zu verwandeln.Bald war auch diese Phase abgeschlossen und wir konnten zufrieden das von uns gebaute Exponat dem Transport zur Messe übergeben.

Eine Woche vor der Messe machten wir uns auf den Weg zum Messegelände nach München. Das Podest stand wie erwartet auf dem vorgesehenen Platz. Erster Gedanke: In der großen Halle B6, zwischen all den anderen imposanten Krones-Maschinen, kam uns unser Exponat plötzlich etwas klein vor.

 

Dennoch hat uns unsere Arbeit bald wieder gezeigt, dass auch unser Objekt seinen eigenen Wert besitzt. Wir haben die zum Transport von uns abmontierten Teile für den endgültigen Aufbau erneut angebracht. Nach den finalen Testläufen und den letzten Feinjustierungen konnten wir uns gemeinsam über die gelungene Leistung freuen und erhielten schon während unserer Anwesenheit neugierige Blicke der anderen Kollegen. Wir wünschen allen Kronesen, Kunden und Interessenten eine erfolgreiche Messe und vielleicht schaut ihr mal im LCS Bereich etwas genauer hin 😉

Patrick V., Simon K., Georg P., Sebastian G.