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25 000 Euro für eine Idee Ausbildung, Neutraubling | | 07.09.2014 3 Min. Lesezeit

Im September 2012 haben wir, vier Azubis Daniela Kellner, Melanie Wittmann, Marlena Alt und Markus Reuter eine Ausbildung zum/r Fremdsprachen-Industriekaufmann/frau bei Krones begonnen. Wir haben uns für Krones entschieden, da das Unternehmen einen sehr guten Ruf hat, sich sozial engagiert und gute Aufstiegschancen bietet. Momentan sind wir im 2. Ausbildungsjahr und werden voraussichtlich im Juni 2015 die Ausbildung abschließen. Uns macht die Ausbildung viel Spaß, da wir die Möglichkeit haben, einen Einblick in vielen verschiedenen Abteilungen zu bekommen.

Im Rahmen der kaufmännischen Berufsschule Matthäus Runtinger hatten wir die Möglichkeit, an dem bayernweiten Schulprojekt „Ideen machen Schule“ von der Hans-Lindner Stiftung teilzunehmen. Insgesamt gab es acht Spielregionen. Jede Spielgruppe sollte sich eigenständig eine realistische Geschäftsidee überlegen und diese Idee mithilfe eines Business- und Finanzplan ausarbeiten. Dabei war es auch wichtig, viele Gespräche mit z. B. Banken, Makler, Steuerberater, Notar und anderen Firmen und Instituten zu führen. Von der Idee bis zur Fertigstellung des gesamten Konzepts hatten wir insgesamt ein halbes Jahr zeit. Alle eingereichten Konzepte wurden von verschiedenen Juroren bewertet. In jeder Spielregion durften je drei Gruppen aus der Junior- und Seniorstaffel, die bei den abgegebenen Konzepten die meisten Punkte erzielten, gegeneinander antreten und ihre Geschäftsidee präsentieren. Von den Regionalgewinnern hatten jeweils die vier punktbesten Teams der Junior- und Seniorstaffel nochmal die Möglichkeit, ihre Verkaufs- und Präsentationsfähigkeiten im Finale unter Beweis zu stellen. Als Schüler der Matthäus-Runtinger-Berufsschule in Regensburg nahmen mehrere Teams des zweiten kaufmännischen Ausbildungsjahres an dem Schulprojekt „Ideen machen Schule“ teil.

Der Regionalentscheid

Der Wettbewerb ermuntert Schüler, ihre eigene Unternehmensgründung zu simulieren. Dabei sollen die Schüler mit einem fiktiven Startkapital von 25 000 Euro ihre Geschäftsidee samt Finanzplanung und Marketing erarbeiten. Das Bewertungssystem beruht sowohl auf dem schriftlichen Konzept der Geschäftsidee als auch auf der Präsentation im Finale. Für den ersten Platz im Regionalentscheid gab es 150 Euro, für den zweiten 130 Euro und für den dritten Rang 100 Euro.

Die Teams „Secretiketts“ und das „Dirndlteam“ erreichten bei dem Wettbewerb den Regionalentscheid. Die Auszubildenden Daniela Kellner und Markus Reuter gewannen mit einem kleinen Etikett, obwohl sie bei der Präsentation ohne ihr drittes Teammitglied auskommen mussten. Das Prinzip dieser Geschäftsidee funktioniert so: Eine sogenannte Thermofarbe wird auf runde Sticker von etwa vier Zentimetern Durchmesser aufgetragen. Diese werden dann auf die jeweilige Flasche geklebt. Bei der richtigen „Genusstemperatur“, für Babymilch 37 Grad, für Weiß- und Rosewein 12 Grad und für Rotwein 20 Grad, verändert das Etikett die Farbe und ihr grünes Firmenlogo mit einem weißen Haken erscheint. Auch für den dritten Platz hatten die Juroren viel Lob übrig. Das Dirndlteam, welches aus sechs Mitgliedern besteht – darunter Marlena Alt und Melanie Wittmann, ebenfalls zwei Auszubildende der Krones AG. Ihre Geschäftsidee ist es, eine Homepage zu erstellen auf der man sein individuelles Dirndl gestalten kann. Diese werden dann von der Firma „Zuckerschneckerl GmbH“, wie sie sich nennen, selbst mit Handarbeit genäht. Insgesamt hatten zum Auftakt von „Ideen machen Schule“ der Hans Lindner Stiftung heuer 184 Teams am Wettbewerb teilgenommen. 29 davon kamen aus Regensburg, umso erstaunlicher ist es, dass zwei Teams mit Auszubildenden der Krones AG den ersten und den dritten Platz erreichten.

Der Finalentscheid

Von den insgesamt acht Spielregionen aus ganz Bayern durften nur jeweils die vier besten Teams aus der Junior- und Seniorstaffel am Finalentscheid teilnehmen. Das Team „Secretiketts“ aus der Seniorstaffel hatte im Ranking vom Regionalentscheid so viele Punkte erreicht, dass sie im Finale antreten durften. In der finalen Abschlussveranstaltung im Schloss Mariakirchen in Landshut fand das große „Präsentations-Kopf-an-Kopf-Rennen“ statt. Dort mussten die Teams nochmal ihre Präsentations– und Verkaufsfähigkeiten unter Beweis stellen. Zusätzlich zu den Juroren nahmen viele hochranginge Persönlichkeiten aus ganz Bayern teil. Unter anderem der Staatssekretär Bernd Silber, der wie jedes Jahr die Veranstaltung mit den Worten „Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken“ eröffnete. Nach den Präsentationen aller acht Teams gaben die Juroren nach einer kurzen Beratungspause die Sieger bekannt. Das Team „Secretiketts“ konnte die Jury am meisten überzeugen und erreichte deshalb im Gesamtwettbewerb von „Ideen machen Schule“ den ersten Platz in der Seniorstaffel. Für ihre Leistung wurde das Siegerteam mit 500 Euro Preisgeld und einem Wochenende im Ferienhaus der Hans-Lindner Stiftung in Österreich ausgezeichnet. Markus Reuter und Daniela Kellner hatten großen Grund zur Freude, da noch nie ein Team aus Regensburg im Finalentscheid den ersten Platz erreichen konnte.

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