Abschlussfahrt feiert 10-jähriges Jubiläum

Ende Oktober 2017 war es wieder soweit. Wie jedes Jahr erwarb in unserer Ausbildungsrichtung des Technischen Produktdesigners (TPD) in Rosenheim ein Azubi, dieses Jahr Paulinus Rossmy, die ersehnte Gesellenreife. Und dieses jährliche Event wurde wie immer gebührend gefeiert. Dazu vermittelten uns unser fachlicher Ausbilder Peter Kirschner und seine Kollegen mögliche Gelegenheiten zu interessanten technik- und branchenorientierten Exkursionen, um mit einem lustigen „Get-together“ die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zu würdigen.

Die privat organisierte Ausbildungsabschlussfahrt stand also an – nun schon zum zehnten Mal in Folge – da dachte ich mir: „Zu diesem runden Jahrestag ist es angebracht, euch an dieser Tradition teilhaben zu lassen.“

Dieses Jahr war der frisch ausgelernte Paulinus an der Reihe, sich für ein Ziel zu entscheiden. Mit von der Partie waren ehemalige und aktuelle Technische Produktdesigner-Azubis sowie unser Fachausbilder und die Ausbildungshelfer. Ausflugsziel war die Craft-Beer-Brauerei „Camba Bavaria“ in Truchtlaching am Chiemsee.

Kurz ein paar Backgroundinfos zur Brauerei, das umfangreiche Produktportfolio wird euch sicherlich interessieren: Die Camba braut und kreiert viele internationale Bierstile, wie z. B. Stouts, traditionelle Klassiker wie Helles oder Weißbier, sowie holzfassgereifte Bierspezialitäten. Inzwischen wird von der Camba auch an zwei weiteren Standorten im Raum Chiemgau fleißig gebraut. Der Vollständigkeit halber: der Name „Camba“ stammt aus dem Keltischen und bedeutet so viel wie Braukessel.

Dort angekommen, erzählte uns der Bierbrauer und Biersommelier Bernd Schweiger gleich mit viel Witz die Geschichte des Bieres vom alten Ägypten über das Mittelalter bis hin zur Moderne (nicht alles war ernst zu nehmen wie z. B. die Bieramiden, die er als damaliges Bierlager bezeichnete ☺) Auch der Bierbrauprozess, also wann, was, in welchen Braukessel kommt, wurde uns unterhaltsam nähergebracht. Um dies praktisch zu veranschaulichen, durfte zu unserem Vergnügen unser frisch gebackener Geselle Paulinus das Rührwerk nachahmen.

Danach wurden wir über die Wahl des richtigen Hopfens, Malzes, der Hefe und des Wassers für den Brauprozess aufgeklärt. So ist etwa beim Brauwasser der sogenannte Kalkhärtegrad für das spätere Geschmackserlebnis besonders entscheidend.

Dann erzählte uns der Bierbrauer Bernd noch von der richtigen Reihenfolge bei der Bierverkostung. Nachdem man das Bier gegen das Licht gehalten hat, sollte man gleich daran riechen. Anschließend nimmt man einen kleinen Schluck des Bieres und spuckt ihn, im Gegensatz zur Weinverkostung, nicht wieder aus. Diejenigen, die Lust hatten, konnten anschließend an einer kleinen Menge eines ausgewählten Biers einen Sommelier-Versuch starten.

Nach dem Ende unserer Führung nutzten wir die Gastlichkeit der Camba Brauerei, um eine zünftige Brotzeit zu genießen.

Doch damit war unser schöner Ausflug noch nicht zu Ende. Nach kurzer Autofahrt kehrten wir in das erst kürzlich eröffnete “Steakhouse B306“ in Bad Endorf ein. Dort fiel uns gleich die texanische Rodeo-Anlage ins Auge, die zentral im Restaurant aufgebaut ist. Es vergingen keine fünf Minuten, da saß unser frischgebackener Geselle Paulinus schon auf dem Bullensimulator. Die Schwierigkeitsstufen konnten von eins bis zehn gewählt werden. Paulinus startete gleich bei Stufe vier, die er bravourös meisterte. Es folgte ebenso meisterhaft die Stufe fünf. Gegen Ende der nächsten Stufe musste er sich allerdings ganz plötzlich unfreiwillig aus dem Bullensattel verabschieden. Aber keine Angst, er landete sehr weich auf dem rundum verfügbaren Luftpolsterboden. Daraufhin wagten noch drei weitere Mutige unserer Gruppe einen geschickten Ritt. Das hob unsere Stimmung nochmals enorm.

Kaum war der letzte Herausforderer abgestiegen, war auch schon unser Essen fertig. Ich kann voller Lob behaupten, dass unsere Steaks sehr gut geschmeckt haben und ich denke, dass einige von uns hier gerne wiederherkommen werden.

Zum Abschluss folgte noch eine süße Nachspeise, mit der wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.